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Schweinefleisch und Sojabohnen Chinas Verzicht auf Strafzölle signalisiert vorsichtige Annäherung im Handelsstreit

Die Vergeltungszölle Pekings auf US-Produkte fallen aus. Für die Märkte ein wichtiges Signal: die Eskalation im Handelskonflikt ist vorerst gestoppt.
06.12.2019 - 13:45 Uhr Kommentieren
Peking verzichtet auf Vergeltungszölle. Quelle: dpa
Sojaproduktion in den USA

Peking verzichtet auf Vergeltungszölle.

(Foto: dpa)

Peking China wird davon absehen, Strafzölle auf amerikanische Sojabohnen, Schweinefleisch und einige andere Produkte zu erheben. Die hat die chinesische Regierung am Freitag bekanntgegeben. Die Maßnahme signalisiert womöglich, dass ein Teilabkommen im Handelskonflikt zwischen China und den USA näher rückt.

Beide Seiten würden engen Kontakt miteinander pflegen, hatte das chinesische Handelsministerium bereits am Donnerstag mitgeteilt, ohne jedoch Einzelheiten über den Gesprächsverlauf zu verraten.

Beide Seiten arbeiten an einem sogenannten „Phase 1 Deal“, um den schon seit mehr als 17 Monaten anhaltenden Handelskonflikt zwischen den größten Volkswirtschaften der Welt zu entschärfen. Die nächste Runde von amerikanischen Strafzöllen in Höhe von 15 Prozent auf chinesische Ware im Gesamtwert von 156 Milliarden Dollar soll bereits am 15. Dezember in Kraft treten.

Unternehmen müssten eine Befreiung von den Einfuhrabgaben individuell beantragen, erklärte das chinesische Finanzministerium. Auf ein konkretes Volumen wollte sich Peking nicht festlegen.

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    Als Vergeltung auf die von den USA erhobenen Strafzölle führte China im Juli 2018 Einfuhrabgaben in Höhe von 25 Prozent auf amerikanische Sojabohnen und Schweinefleisch ein.

    Doch trotz der gestiegenen Kosten wuchs in den ersten neun Monaten Chinas Nachfrage nach Schweinefleisch aus den USA um 47 Prozent, um den dortigen Proteinbedarf zufriedenzustellen. Denn seit mehr als einem Jahr wütet in China die afrikanische Schweinepest, die zur massiven Schlachtung des heimischen Zuchtbestands geführt hat. Zum chinesischen Neujahrsfest in zwei Monaten, wenn Familien sich für eine Woche zusammenfinden, wird mit einem weiteren Anstieg der Schweinefleischnachfrage gerechnet.

    Widersprüchliche Signale von Trump

    Beobachter hatten bereits im vergangenen Monat mit einer Teileinigung gerechnet. Doch bisher sind sich beide Seiten uneins, welche Strafzölle wann zurückgefahren werden und wie viel landwirtschaftliche Waren China aus den USA importieren soll. Derzeit hat Washington chinesische Ware im Wert von 360 Milliarden Dollar mit Einfuhrabgaben belegt, die Peking mit Vergeltungszöllen auf amerikanische Produkte im Wert von 110 Milliarden Dollar beantwortete.

    US Präsident Donald Trump will, so berichtet das Wall Street Journal, dass China in den kommenden zwei Jahren amerikanische Agrarprodukte im Wert von 40 bis 50 Milliarden Dollar erwerben soll. Das wäre weitaus mehr als die 8,6 Milliarden Dollar, für die China 2018 einkaufte.  

    Erst am Dienstag sagte Trump, dass ein Deal womöglich erst nach den US-Wahlen 2020 abgeschlossen werden würde. Sollten die Gespräche nicht zum erwünschten Ergebnis führen, würde er die nächste Runde von Strafzöllen in zwei Wochen auf den Weg bringen. Einen Tag später wiederum beschrieb er den Verlauf der Handelsgespräche als „sehr gut“.

    Mehr: Chinas Bewährungsprobe – Wie das System Xi Jinping an seine Grenzen stößt.

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