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Schottland stimmt gegen Unabhängigkeit Cameron krempelt Großbritannien um

Die Schotten bleiben Großbritannien treu. Doch das heißt nicht, dass alles bleibt wie es war. Der britische Premierminister Cameron kündigt umfassende Reformen an. Das gesamte Land wird sich verändern.
19.09.2014 Update: 19.09.2014 - 09:31 Uhr 21 Kommentare

„Es hätte mein Herz gebrochen!“

Edinburgh Die Bevölkerung Schottlands hat sich in einem Referendum mehrheitlich gegen die Unabhängigkeit von Großbritannien ausgesprochen. Nach Auszählung der 32 Wahlbezirke triumphierte das „No“-Lager. 55,3 Prozent der Schotten stimmten gegen die Abspaltung. Dem am Freitag veröffentlichten Endergebnis zufolge kam das Nein-Lager auf mehr als zwei Millionen Stimmen, 1,85 Millionen Stimmen hätten zur Ablehnung gereicht. Die Beteiligung erreichte einen Rekordwert von 84,6 Prozent.

Die Gegner der Unabhängigkeit nahmen das Ergebnis mit Begeisterung auf. Vor vielen Wahlbüros in ganz Schottland brachen die Gegner der Abspaltung bei der Verkündung des Ergebnisses in Jubel aus. Vielerorts enthüllten sie britische Flaggen. In Edinburgh und Glasgow hatten tausende Menschen die Nacht über in Pubs und auf den Straßen ausgeharrt.

Der britische Premierminister David Cameron gratulierte den Schotten zu ihrer mehrheitlichen Ablehnung einer Unabhängigkeit. „Wir haben den festen Willen der Schotten gehört“, sagte Cameron am Freitagmorgen in London. „Das schottische Volk hat gesprochen und das Resultat ist klar.“ Es sei nun Zeit, sich gemeinsam für eine bessere Zukunft zu engagieren. Cameron versprach allen vier Teilen des Vereinigten Königreichs mehr Autonomie. „So wie die Schotten mehr Macht über ihre Angelegenheiten haben werden, so müssen auch die Menschen in England, Wales und Nordirland mehr Mitsprache über ihre Angelegenheiten haben.“

Der schottische Ministerpräsident Alex Salmond räumte die Niederlage ein. „Danke Schottland für 1,6 Millionen Stimmen für die Unabhängigkeit Schottlands“, sagte Salmond vor Anhängern. „Wir wissen jetzt, dass es eine Mehrheit für die „No“-Kampagne geben wird. Ich akzeptiere das Urteil des Volkes, dass es zu diesem Zeitpunkt keine Unabhängigkeit geben soll.“

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    Die Befürworter der Unabhängigkeit um Ministerpräsident Salmond konnten zwar einige ihrer Hochburgen etwa in Dundee und in Schottlands größter Stadt Glasgow halten. Die Wahlbeteiligung dort war aber nicht groß genug, um die Ergebnisse anderer Regionen auszugleichen.

    Im Bezirk Clackmannanshire, auf den abgelegenen Orkney-Inseln, den Shetlandinseln und den Äußeren Hebriden beantworteten die Wähler die Frage „Soll Schottland ein unabhängiges Land sein?“ überwiegend mit Nein. Dabei waren die Gegenden als Hochburgen des „Ja“-Lagers gehandelt worden.

    Britisches Pfund und Londoner Börse legen zu
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    21 Kommentare zu "Schottland stimmt gegen Unabhängigkeit: Cameron krempelt Großbritannien um"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • @ Billy Jo

      na das hoffe ich doch mal, dass ich bei Ihnen für Klarheit gesorgt habe. Vielleicht kann man dann beim nächsten Mal zum Thema diskutieren.

      .

    • @ Billy the Kid

      nö, auf Antworten zu Ihren Behauptungen gehen Sie ja gar nich ein. >>Aber warum die Umwege..?<< >>Penner!<<

      .

    • @Billy Jo

      >>ihr Statement ist wohl die Entschleierung Ihres Postes als "Herr So Isses"..?<<

      Oh nein, Sie haben mich ertappt, was hat mich verraten? War es das Reimschema a bb a ? Und Sie selbst, werden Sie von den Russen bezahlt? Darum der Vergleich mit der Ukranie, ja?

      Sehen Sie, mit solchen Reaktionen machen sie sich noch unglaubhafter. Es liegt mir fern Sie als Troll zu bezeichnen aber Sie scheinen keine Reflexionen vorzunehmen und gehen nicht auf das eigentliche Thema, eine sehr fruchtbare Disskussionskultur. Bilderberg and Out.

    • @ Billy Jo

      >>die einen als "Brauner" bezeichnen<<
      komisch, offensichtlich ist Ihnen diese Redewendung nicht bekannt, sie trägt keinerlei Aggression oder Beleidung in sich. Hier was zur Herkunft:

      "Die geläufige Beruhigungsformel "Ruhig Brauner!" verdanken Sie Richard Wagner
      •Wenn Sie den Ring der Nibelungen jemals als Zuschauer miterleben durften, hätten Sie sicherlich die Schlüsselszene, das Zusammentreffen der Walküren, nicht vergessen. In diesem Abschnitt führen die Walküren gefallene Krieger auf ihren Pferden mit sich.
      •Während sich zwei der Vierbeiner zu nahe kommen, wird eines der Pferde sehr unruhig und lässt dies sein Umfeld durch Schnauben und Austreten wissen. Was dann dazu führt, dass Helmwige sich dadurch befleißigt fühlt - und hier liegt die Herkunft der Aufforderung - mit den Worten: "Ruhig Brauner! Brich den Frieden nicht!" dem Treiben des durch seine tote Traglast in Aufruhr versetzten braunen Pferdes Einhalt zu gebieten."

      Man könnte auch sagen "komm wieder runter", jeder Deutsche sollte die Redewendung kennen. Dass Sie derart darauf regaieren und beleidigend werden, stützt den Spruch eigentlich noch, Sie sollten über Ihren Jähzorn nachdenken.

    • @ BillyJo

      Noch viel mehr als ein Dackel? Sie meinen doch nicht etwa "Windhund"?

    • @ Müller
      >>Typisch die westliche Herangehensweise – versteckt, im Geheimen, für die Bürger kaum wahrnehmbar, manipulierend. Die Parallelen zu Ukraine...<<

      sie haben vollkommen recht! Dieser verdammte Westen, bei den Russen weiß man wenigstens das der KGB in der Regierung sitzt und man gar nicht zur Wahl gehen braucht. Die machens dort immerhin so plump auffällig, dass jeder weiß dass er beschissen wird. Das nenne ich mal Transparenz!

    • @Torsten Steinberg
      psssst! sonst eignet er sich noch einen Stil an, der ihn intelligent wirken lässt. ; )

    • @Billy Jo
      Nur komisch, dass die Schotten in die EU gewollt hätten und dass sie den Euro annehmen wollten. Das sieht eher nach einem weiteren zusammenwachsen statt nach einem zerbröckeln aus. Und dass die Schotten, die durch einenen "Volksentscheid" in die britische Union gekommen sind, die Möglichkeit haben sie auf diesen Wege auch wieder zu verlassen lässt sich noch kang nich auf andere Nationen übertragen. Das ist abhängig von der rechtlichen Grundlage.

    • @ BillyJo

      "Dackel! Gesindel! Penner!" - Sie sollte mal das Echo vom Königssee ausprobieren. Dann wissen Sie, wie sich das anhört. Jedenfalls nicht nach Argumenten, die irgendjemanden auf der Welt überzeugen könnten.

    • Großbritannien kann man viel unterstellen, aber wohl kaum, dass - wie Sie schreiben - die englische Gesellschaft antiquiert und damit beschäftigt sei, popligen Monarchen zu huldigen. Bezogen auf die Wirtschaft gehört zumindest der Finanzsektor zu den modernsten der Welt. Ob wir gerade das gut finden, steht auf einem anderen Blatt. Dank seiner Hilfe schlägt das englische BIP das von Schottland, obwohl Schottland den Großteil der Bodenschätze sein eigen nennen kann, um Längen. Die Huldigung der "popligen Monarchen" betreffend, hegten sogar die Befürworter einer Unabhängigkeit Schottlands die Hoffnung, dass sie die Queen weiterhin als ihr Oberhaupt in Anspruch nehmen dürften. Das widerspricht durchaus nicht dem, dass Schottland über eine offene, moderne und gebildete Gesellschaft verfügt. Nur England tut das eben auch. Es geht nicht an, die Marotten, über die beide Nationen auf ihre Weise verfügen, bei den einen über den grünen Klee zu loben, bei den anderen aber als Antiquiertheit und Isolationismus abzutun.

      Vor allem aber sind Schotten wie Engländer bei aller Liebe für ihr Königshaus (vergessen wir nicht, dass diese Zuneigung vor nicht allzu langer Zeit auf beiden Seiten schwer in Frage gestellt war) langerprobte und eingefleischte Demokraten. Diesen zu unterstellen, dass dieses Ihnen, Herr Müller, offenbar nicht genehme Ergebnis durch Wahlbetrug, Panikmache, Manipulation und Erpressung zustande gekommen sei, ist nun wirklich eine haltlose Unterstellung und eine beleidigende Einmischung ersten Ranges in die schottische und englische Selbstbestimmung. Zugegeben wurde munter, und zwar 4händig auf der Klaviatur der Meinungsbildung herumgespielt, das ist aber essentieller Bestandteil einer jeden Demokratie, solange die Mittel gewisse Grenzen nicht überschreiten. Sie dürfen davon ausgehen, dass Schotten wie Engländer in der Auslotung dieser Grenzen recht schmerzfrei sind. Sie deshalb in die Nähe von Bananenstaaten zu rücken, ist das Gegenteil dessen, was sie verdienen.

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