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Scott Gottlieb Chef der US-Arzneimittelaufsicht FDA tritt zurück

Der frühere Pharma-Manager Scott Gottlieb gibt sein Ausscheiden bei der mächtigen Zulassungsbehörde FDA bekannt. Er stand zuletzt wegen der starken Verbreitung von E-Zigaretten in der Kritik.
Update: 06.03.2019 - 00:20 Uhr Kommentieren
Scott Gottlieb, Leiter der Behörde für Lebensmittelaufsicht und Arzneimittel (FDA), legt sein Amt nieder. Quelle: AP
Scott Gottlieb

Scott Gottlieb, Leiter der Behörde für Lebensmittelaufsicht und Arzneimittel (FDA), legt sein Amt nieder.

(Foto: AP)

WashingtonDie mächtige Zulassungsbehörde FDA verliert ihren Chef: Der von US-Präsident Donald Trump ernannte Leiter der Behörde für Lebensmittelaufsicht und Arzneimittel (FDA), Scott Gottlieb, hat seinen Rücktritt eingereicht. Gesundheitsminister Alex Azar gab die Personalie am Dienstag bekannt, ohne dabei Gründe zu nennen. Er lobte aber die Arbeit Gottliebs. Diese habe dafür gesorgt, dass es um die Gesundheit in den USA heute besser bestellt sei als vor zwei Jahren.

„Unter Scotts Leitung hat das FDA-Team historische Ergebnisse hervorgebracht, was zu Rekordzulassungen sowohl für innovative Behandlungsmethoden als auch für erschwingliche Generika geführt hat. Unterdessen wurden wichtige Maßnahmen zur Bekämpfung von Opioidsucht, Tabakkonsum und E-Zigarettenkonsum bei Jugendlichen, chronischen Krankheiten verstärkt vorangetrieben“, sagte Azar.

Gottlieb hatte die FDA vor knapp zwei Jahren mit dem Auftrag von Trump übernommen, dort Bürokratie abzubauen. Er überraschte unter anderem mit einem Vorstoß, das Suchtpotenzial von Zigaretten zu verringern, indem von den Herstellern die Beimengung niedrigerer Nikotinmengen verlangt wird. Zuletzt war er aber scharf dafür kritisiert worden, dass die FDA nicht genug gegen die explosionsartige Verbreitung von E-Zigaretten unter Jugendlichen unternommen hat.

Dass ausgerechnet ein Pharma-Manager an die Spitze der mächtigen Zulassungsbehörde FDA berufen wurde, war 2017 bereits im Vorfeld von Gottliebs Anhörung im Senat auf Kritik gestoßen, wo mögliche Interessenkonflikte befürchtet worden waren. Der studierte Arzt war Kritikern damals entgegen getreten, indem er in einem 41-Seiten langen Dokument versprach, sich ein Jahr aus allen Entscheidungen herauszuhalten, die Hersteller betreffen, für die er gearbeitet hat.

Gottlieb hatte sein Ausscheiden in einer Mitteilung online bekanntgegeben und unter anderem geschrieben: „In den letzten 23 Monaten hatte ich das Privileg, mit einem hervorragenden Team zusammenzuarbeiten. Ich bin glücklich, dass mir der Präsident der Vereinigten Staaten die Chance gegeben hat, dieses herausragende Team in einer Zeit von wissenschaftlichen Fortschritten zu führen.“

Mit ihren 16.000 Mitarbeitern ist die FDA eine der mächtigsten Behörden der USA. Sie bestimmt, welche Medikamente auf den Markt dürfen, und entscheidet damit über Milliardenumsätze für die Pharmaindustrie.

Mit Material von dpa

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