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Seenotrettung Malta will alle Migranten von der „Alan Kurdi“ an Land lassen – Lob von Seehofer

Das Rettungsschiff „Alan Kurdi“ der Organisation „Sea Eye“ durfte in Malta anlegen. Horst Seehofer lobt den Schritt. Auch Deutschland wird Gerettete aufnehmen.
Update: 07.07.2019 - 20:16 Uhr Kommentieren

Migranten vom Rettungsschiff „Alan Kurdi“ dürfen an Land

Valletta Bundesinnenminister Horst Seehofer hat begrüßt, dass Malta 123 aus dem Mittelmeer geretteten Migranten erlaubt hat, an Land zu gehen. „Auf Bitten von Malta sollen hiervon 94 Personen in andere Mitgliedstaaten verteilt werden. Im Geiste der europäischen Solidarität habe ich angeboten, dass wir uns hieran mit bis zu 40 Personen beteiligen“, teilte er am Sonntagabend über sein Ministerium mit.

„Ich bin zufrieden, dass es gelungen ist, zügig eine Ausschiffung zu ermöglichen. Allerdings brauchen wir für diese Fälle jetzt schnell einen tragfähigen und funktionierenden Mechanismus. Daran müssen die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten mit Hochdruck arbeiten.“

Maltesische Behörden hatten dem Rettungsschiff „Alan Kurdi“ mit Dutzenden Migranten an Bord zunächst untersagt, im Hafen der Insel anzulegen. „Sie haben keine Erlaubnis, in maltesische Hoheitsgewässer einzudringen“, sagte ein Armeesprecher im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Das Schiff der Organisation Sea-Eye hatte nach eigenen Angaben 65 Migranten in internationalen Gewässern vor Libyen von einem Schlauchboot gerettet.

Die Organisation bliebt jedoch hoffnungsvoll: „Wir sind sicher, dass Malta uns einen sicheren Hafen bieten wird, sobald Deutschland und andere EU-Staaten anbieten, die Menschen aufzunehmen. Wir erwarten, dass Malta damit nicht allein gelassen wird“, sagte Sea-Eye-Sprecherin Carlotta Weibl der dpa am Sonntag.

Wenn die Todesfälle im Mittelmeer aufhören sollen, dann dürfen Rettungsschiffe nicht wochenlang vor den Inseln liegen bleiben, sagte sie weiter. Es gebe keine medizinischen Notfälle an Bord. Die Menschen seien aber geschwächt, fügte Weibl hinzu.

Die „Alan Kurdi“ - benannt nach dem dreijährigen syrischen Flüchtlingsjungen, dessen Leiche im Spätsommer 2015 an einem Strand in der Türkei angespült wurde - wollte zunächst im Hafen der italienischen Insel Lampedusa einlaufen. Es hatte aber stundenlang vergeblich auf die Erlaubnis der dortigen Behörden gewartet. Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte dem Schiff verboten, dort in den Hafen einzulaufen.

„Wir können nicht abwarten, bis an Bord der Notstand ausbricht“, hatte Sea-Eye-Einsatzleiter Gorden Isler der dpa am Samstag am Telefon gesagt. Die maltesische Armee sagte am Sonntag, das Schiff habe noch keine Notfallversorgung angefordert.

Mehr: Zwischen Innenminister Horst Seehofer und seinem Amtskollegen Matteo Salvini ist ein heftiger Streit um die Aufnahme von Migranten entbrannt.

 

  • dpa
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