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"Sehr konstruktive Diskussion" Merkel wirbt um US-Investitionen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in New York vor Wirtschaftsvertretern um US-Investoren für Deutschland geworben und ihre Reformpolitik dargelegt.
Bundeskanzlerin Merkel am Donnerstag in New York auf dem Balkon des Hotel

Bundeskanzlerin Merkel am Donnerstag in New York auf dem Balkon des Hotel "Pierre". Vor Wirtschaftsvertretern ermutigte sie zu Investitionen in Deutschland. Foto: dpa

HB NEW YORK. „Von meiner Seite habe ich deutlich gemacht, dass wir eine Stärkung der transatlantischen Beziehungen wollen, dass Deutschland ein offenes Land ist für Investoren aus Amerika, dass wir diese Investoren brauchen, dass sie bei uns willkommen sind“, sagte Merkel am Donnerstag nach einem Treffen mit Spitzenmanagern aus beiden Ländern in New York.

Anschließend erläuterte sie vor mehreren Hundert geladenen Gästen ihre Reformpolitik, die darauf gerichtet sei, die deutsche Wirtschaft zu stärken und wettbewerbsfähiger zu machen. Dabei verwies sie auch auf die Anstrengungen ihrer Regierung zur Konsolidierung des Staatshaushalts. „Vielleicht kann Amerika hier etwas von Deutschland lernen“, ergänzte sie. Die USA kämpfen, ähnlich wie Deutschland, mit einem hohen Haushaltsdefizit.

Merkel bekundete die Absicht ihrer Regierung, die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen auszubauen. Die USA sind der wichtigste deutsche Handelspartner außerhalb der Europäischen Union. Auf der anderen Seite ist Deutschland der wichtigste Wirtschaftspartner der USA in Europa.

Einig war sich Merkel nach eigenen Angaben in ihrem Gespräch mit Vertretern von Unternehmen und Verbänden beider Seiten, dass Deutschland und seine Partner in der Europäischen Union ebenso wie die USA Innovationen vorantreiben müssen. Ihre Regierung setze daher ganz besonders auf dieses Thema, auf die Stärkung von Forschung und Entwicklung. „Ich habe auch sehr deutlich gemacht, dass die neue Bundesregierung genau diesem Thema verpflichtet ist“, sagte die Kanzlerin. Nur eine solche Politik könne den bestehenden Wohlstand sichern.

Anschließend sprach die Kanzlerin vor mehreren Hundert geladenen Gästen in New York. Dabei erläuterte sie ihre Reformpolitik, die auch den Wirtschaftsstandort Deutschland attraktiver machen solle. Orientierung dabei biete der Dreiklang Sanieren, Reformieren und Investieren. Teil dessen seien neben der Haushaltskonsolidierung die angestrebte Reform der sozialen Sicherungssysteme sowie die Senkung der Lohnnebenkosten. Dabei verwies Merkel auf die besonderen Bedingungen für eine solche Politik im Rahmen einer großen Koalition.

An dem Wirtschaftsgespräch mit Merkel nahmen auch die Chefs mehrerer Konzerne teil wie etwa Jeff Immelt von General Electric, Henry M. Paulson von Goldman Sachs, Klaus Kleinfeld von Siemens und dessen Daimler-Chrysler-Kollege Dieter Zetsche. Die Diskussion nach der anschließende Rede vor einem größeren Forum wurde vom früheren US-Notenbankchef Paul Volcker moderiert.

Die Kanzlerin war am Morgen von Washington zu einer rund fünfstündigen Stippvisite nach New York gereist. Am Abend sollte die Kanzlerin auf einem Festbankett zum 100-jährigen Bestehen des American Jewish Committee in Washington sprechen. Dort trifft sie erneut mit US-Präsident George W. Bush sowie UN-Generalsekretär Kofi Annan zusammen.

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