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Selbstmordversuche und Schläge gegen Wachen Revolte auf Guantánamo niedergeschlagen

In dem umstrittenen US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba ist eine Revolte ausgebrochen, welche die Wachen daraufhin niedergeschlagen haben.
Inhaftierte im Lager Guantánamo. Am Donnerstagabend brach eine Revolte los. Wächter konnten diese jedoch niederschlagen. Foto. dpa Quelle: dpa

Inhaftierte im Lager Guantánamo. Am Donnerstagabend brach eine Revolte los. Wächter konnten diese jedoch niederschlagen. Foto. dpa

(Foto: dpa)

HB WASHINGTON. Mehrere der Gefangenen hätten in einer Gemeinschaftsunterkunft am Donnerstagabend die Wachen angegriffen und mit Ventilatoren, Lampen und anderen Einrichtungsgegenständen auf sie eingeschlagen, sagte Pentagonsprecherin Cynthia Smith am Freitag in Washington.

Die Männer seien festgenommen und in einen Hochsicherheitstrakt in dem Lager gebracht worden. Wie viele Leute an den Unruhen beteiligt waren, konnte die Sprecherin nicht sagen.

Der Revolte voraus gingen nach ihren Angaben am Donnerstag vier Selbstmordversuche. Drei Männer hätten am Morgen in einem Hochsicherheitsbereich versucht, sich mit einer Überdosis an Medikamenten zu vergiften. Sie hätten die Arzneimittel zuvor für diesen Zwecke gehortet. Zwei der Männer waren am Freitag noch im Krankenhaus, einer war entlassen worden. Am Donnerstagabend versuchte ein Gefangener in einer Gemeinschaftsunterkunft mit weniger scharfen Sicherheitsvorkehrungen, sich zu erhängen. „Andere versuchten, die Wachen zurückzuhalten, die den Mann retten wollten“, sagte Smith. Die Unruhen seien unter Kontrolle gebracht worden. Am Freitag war es nach Angaben von Smith ruhig in dem Lager.

Auf Guantánamo werden knapp 500 Männer festgehalten, die die USA als Terroristen verdächtigen. Viele von ihnen harren dort bereits seit vier Jahren aus. Gegen internationalen Widerstand weigern sich die US-Behörden, die Leute formell anzuklagen, abzuschieben oder freizulassen.

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