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Seoul Russland: Militärflugzeug hat südkoreanischen Luftraum nicht verletzt

Südkoreanische Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge Hunderte Warnschüsse gegen ein russisches Militärflugzeug abgefeuert. Russland bestreitet das.
Update: 23.07.2019 - 12:26 Uhr Kommentieren
Nach Berichten südkoreanischer Medien flog die russische Maschine zweimal über das Gebiet. Quelle: AFP
Südkorea

Nach Berichten südkoreanischer Medien flog die russische Maschine zweimal über das Gebiet.

(Foto: AFP)

Seoul Russland hat bestritten, dass eins seiner Militärflugzeug in den südkoreanischen Luftraum eingedrungen sei. Der geplante Flug zweier russischer Bomber sei über neutralen Gewässern des Japanischen Meeres durchgeführt worden, teilte das Außenministerium in Moskau am Dienstag mit. Es seien auch keine Warnschüsse von südkoreanischen Kampfjets abgegeben worden. „Wenn russische Piloten eine Sicherheitsbedrohung verspüren würden, würde die Antwort nicht lange auf sich warten lassen.“

Nach Darstellung Russlands näherten sich den russischen Flugzeugen in der Nähe der Inselkette zwei südkoreanische Kampfjets, „die unprofessionelle Manöver ausführten, dabei den Kurs eines russischen strategischen Bombers mit Luft-Boden-Raketen kreuzten und damit eine Gefahr für ihre Sicherheit schufen“. Die südkoreanischen Piloten hätten auch keinen Kontakt zu den russischen Maschinen gehabt.

„Es war nicht das erste Mal, dass südkoreanische Piloten erfolglos versuchten, russische Flugzeuge daran zu hindern, über die neutralen Gewässer des Japanischen Meeres zu fliegen“, so das russische Ministerium. Es nannte dies eine Luftverteidigungszone, die von südkoreanischer Seite spontan festgelegt worden sei. Solche „Zonen“ seien nicht durch internationale Regeln festgelegt.

Südkoreas Streitkräfte hatten Behördenangaben zufolge Hunderte Warnschüsse gegen mindestens ein russisches Militärflugzeug abgegeben, das den Luftraum des ostasiatischen Landes verletzt habe. Die russische Maschine sei am Dienstagmorgen (Ortszeit) in den Luftraum Südkoreas vor der Ostküste nahe der Felseninselkette Dokdo eingedrungen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul mit. Nach Berichten südkoreanischer Medien handelte es sich um einen russischen Bomber.

Die südkoreanischen Luftstreitkräfte hätten als Reaktion auf den Vorfall eigene Kampfjets gestartet, die die Warnschüsse abgefeuert hätten, sagte der Sprecher. Weitere Details waren zunächst unklar.

Die Militärmaschine, die den Luftraum verletzt habe, habe zuvor neben anderen russischen Kampflugzeugen ohne Vorankündigung die sogenannte Luftraumüberwachungszone Südkoreas durchquert, hieß es. Auch chinesische Militärflugzeuge seien in diese Zone eingedrungen. Ob es sich um ein gemeinsames Manöver der russischen und chinesischen Streitkräfte handelte, war zunächst unklar.

Südkorea hatte 2013 erklärt, seine eigene „Identifikationszone zur Luftverteidigung“ (ADIZ) in südlicher Richtung zu erweitern. Hintergrund war damals der Streit um Gebietsansprüche im Ostchinesischen Meer. Seitdem gab es häufig Verletzungen der Zone durch russische und chinesische Flugzeuge.

Mehr: Laut US-Militär habe sich die venezolanische Maschine aggressiv genähert. Maduro wirft den USA dagegen vor, in venezolanischen Luftraum eingedrungen zu sein.

  • dpa
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