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Serie: Mein 11. September „Von Alltag konnte keine Rede mehr sein“

Die Anschläge vom 11. September 2001 brannten sich tief ins Gedächtnis der Menschen. CDU-Außenexperte Mißfelder befürchtete damals, dass es sich um eine weltweite Attacke handeln könnte.
  • Philipp Mißfelder
2 Kommentare
Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder. Quelle: dpa

Der Vorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder.

(Foto: dpa)

„Ich habe damals als studentische Hilfskraft im Bundestagsbüro des heutigen Bundestagspräsidenten  Norbert Lammert gearbeitet. Durch Zufall sah ich im Nachrichten-Ticker die Eilmeldung, dass ein Flugzeug ins WTC geflogen war. Zuerst habe ich es für einen Unfall gehalten, dann ging ich in das Büro meines Chefs und erzählte ihm, dass es ein Unglück in NY gegeben habe.

Norbert Lammert schaltete den Fernseher an. Entsetzt sahen wir gemeinsam, wie ein weiteres Flugzeug in den anderen Turm des WTC flog. Der erste Gedanke, dass es ein Unglück war, verschwand danach schnell und wir diskutierten, ob es sich um ein Attentat handeln könnte, und natürlich, wer möglicherweise dahinter steckt.

Fassungslos habe ich mit meiner Familie und engen Freunden telefoniert, um deren Sicht der Dinge zu erfahren.  Auch in Berlin war zunächst keineswegs klar, ob sich die Anschläge auf Amerika beschränken, oder es sich um eine weltweite Attacke handelt. Sämtliche Vorkehrungen wurden ergriffen, um das Regierungsviertel zu sichern, von Alltag konnte keine Rede mehr sein.

Der 11. September 2011 ist ein Tag, von dem jeder wissen wird, was er damals tat, genauso wie am Tag der Ermordung von John F. Kennedy. Die Ereignisse  ließen mir keine Ruhe, ich ging direkt vom Büro aus mit Freunden zum Abendessen und wir diskutierten den ganzen Abend über das schreckliche Ereignis.

Ein Freund von mir, der seine Geschäfte vor allem im Nahen Osten machte, war sehr besorgt und fürchtete, dass das Verhältnis zwischen arabischer und westlicher Welt sich für immer ändern würde. Dies ist Gott sei Dank nicht eingetreten, da Einzeltäter nicht den Anspruch haben können, für alle Moslems zu sprechen, und das Entsetzen und Mitgefühl auch in der arabischen Welt sehr groß war.“

Lesen Sie hier mehr persönliche Erinnerungen zum 11. September 2001 von Handelsblatt-Korrespondenten sowie Prominenten aus Politik und Wirtschaft.

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2 Kommentare zu "Serie: Mein 11. September: „Von Alltag konnte keine Rede mehr sein“"

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  • Warum muss man eigentlich für die Beurteilung eines historischen Ereignisses dieses unsäglichen Schreihals befragen, der zum Tatzeitpunkt schon wahsinnige 22 Jahre alt war? Ältere & intelligentere Interbiewpartner bekommt das Handelsblatt nicht mehr vor die Flinte? Den amerikanischen Botschafter oder einen Ex-Minister? Schade... aber Mißfelder hat immerhin zu allem was zu sagen.

  • ja
    wirklich schrecklich

    wie die Bombennächte zu Dresden
    HH
    und besondern zu Berlin

    besonders schlimm, weil der Terror nun auch zu den Amis

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