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Short: Britische Armee lehnte Irak-Einsatz wegen Völkerrechts ab

Die frühere britische Entwicklungsministerin Short bringt Premier Blair weiter in Bedrängnis. Die Armee habe aus völkerrechtlichen Bedenken vor einem Irak-Einsatz im März 2003 gezögert, sagte sie. Daraufhin sei ein Gutachten entsprechend umformuliert worden.

HB BERLIN. Die britische Armeeführung hat einen Einsatz in Irak zunächst abgelehnt. Das sagte die ehemalige Entwicklungsministerin Clare Short der Zeitung «Observer» vom Sonntag. Es habe Zweifel gegeben, ob der Irak-Krieg völkerrechtlich bedenkenlos sei.

Daraufhin soll der britische Generalstaatsanwalt Peter Goldsmith eilig sein offizielles Gutachten für die Regierung umformuliert haben. Dann bestätigte er damit die Rechtmäßigkeit des Irak-Krieges wenige Tage vor dem Angriff im März 2003.

Da Goldsmith bis dahin ebenfalls ein skeptische Haltung zum geplanten Irak-Krieg hatte, stellte Short laut «Observer» nun indirekt die Frage, ob politischer Druck auf ihn ausgeübt worden sei. Sie selbst sei «auf höchster Ebene» davon in Kenntnis gesetzt worden, dass das «Militär sagte, sie würden ohne das Gutachten» des Generalstaatsanwalts nicht in den Krieg gehen, «was auch immer» Premierminister Tony Blair sage, zitierte das Blatt Short.

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