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Sicherheit Studie: EU-Bürger schränken aus Angst vor Hackern Internetnutzung ein

Fast ein Viertel der EU-Bürger schreckt davor zurück, personenbezogene Informationen an Netzwerkdienste bereitzustellen. Das liegt auch an Sicherheitsproblemen.
16.01.2020 - 13:21 Uhr Kommentieren
Gut ein Drittel der Befragten hatte der Studie nach mit Sicherheitsproblemen durch die Nutzung des Internets für private Zwecke zu kämpfen. Quelle: dpa
Hackerangriff

Gut ein Drittel der Befragten hatte der Studie nach mit Sicherheitsproblemen durch die Nutzung des Internets für private Zwecke zu kämpfen.

(Foto: dpa)

Berlin Während sich das Alltagsleben zunehmend digitalisiert, herrscht bei Internetnutzern in Europa Sorge vor Hackerattacken. Rund 44 Prozent der EU-Bürger gaben 2019 an, ihre privaten Online-Aktivitäten in den vergangenen zwölf Monaten aufgrund von Sicherheitsbedenken eingeschränkt zu haben, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichen Studie der Statistikbehörde Eurostat hervorgeht.

Am stärksten zögerten Menschen, personenbezogene Informationen an soziale oder berufliche Netzwerkdienste bereitzustellen. Dies gelte für ein Viertel der Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren in der Europäischen Union (EU), in Deutschland sogar für ein Drittel. Fast ein Fünftel schränkte der Erhebung zufolge die Nutzung von öffentlichem WLAN ein. Rund 13 Prozent zögerten beim Internet-Banking, in Deutschland waren dies 21 Prozent.

Gut ein Drittel hatte der Studie nach mit Sicherheitsproblemen durch die Nutzung des Internets für private Zwecke zu kämpfen. Größte Schwierigkeit seien betrügerische Nachrichten, mit denen versucht wurde, an Informationen wie Benutzername und Passwort zu kommen, um sich auf E-Mail-Konten oder Websites für E-Banking anzumelden (Phishing, 26 Prozent).

Rund 13 Prozent der Nutzer wurden auf gefälschte Websites umgeleitet, auf denen personenbezogene Informationen angefordert wurden (Pharming). Rund drei Prozent wurden durch die betrügerische Nutzung von Kredit- oder Debitkarten geschädigt, ebenfalls drei Prozent durch den Verlust von Dokumenten, Bildern oder anderen Daten aufgrund eines Virus oder eines anderen Computerschadens (etwa Wurm oder Trojaner).

Rund zwei Prozent der Befragten stellten fest, dass ihr Nutzerkonto für soziale Netzwerke oder ihr E-Mail-Konto gehackt worden war und Inhalte ohne ihr Wissen veröffentlicht oder versandt wurden. Je ein Prozent meldete einen Identitätsdiebstahl beziehungsweise den Missbrauch personenbezogener Daten im Internet, was etwa zu Diskriminierung, Belästigung oder Mobbing führte.

Mehr: Deutschland will Huawei beim Aufbau des 5G-Netzes nicht ausschließen. Die Maßnahmen gegen Spionage könnten den chinesischen Netzwerkausrüster dennoch treffen.

  • rtr
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