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Sicherheit US-Geheimdienst verstärkt Kampf gegen Rüstungshacker

Die National Security Agency (NSA) will Waffenkonzerne und ihre Internetprovider auf Bedrohung hin überwachen. Datenschützer sehen das kritisch.
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Besseren Schutz vor Cyber-Angriffen: Die US-Rüstungsindustrie soll besonders geschützt werden. Quelle: dpa

Besseren Schutz vor Cyber-Angriffen: Die US-Rüstungsindustrie soll besonders geschützt werden.

(Foto: dpa)

Washington Der US-Geheimdienst NSA will die wichtigsten Rüstungsfirmen des Landes besser vor Hackern schützen. Die National Security Agency arbeite dabei mit großen Internet-Providern zusammen, um den Datenverkehr von Waffenkonzernen wie Lockheed Martin oder Northrop Grumman auf Bedrohungen hin zu überwachen, berichtete die „Washington Post“ am Freitag. US-Datenschützer warnten davor, das Programm über Rüstungskonzerne hinaus auszudehnen.

Die Hackerszene scheint derzeit besonders aktiv. Rüstungsriese Lockheed Martin wurde vorigen Monat Ziel einer Cyberattacke, auch der Internationale Währungsfonds und der US-Senat wurden ins Visier genommen. Erst vor wenigen Tagen hatte die Hackergruppe LulzSec (Lulz Security) nach eigener Darstellung die Webseite des US-Geheimdienstes CIA zum Absturz gebracht.

Die NSA verwende bei ihrem Pilotprogramm eine „neue Generation“ von Werkzeugen, um E-Mails und anderen Datenverkehr nach „Fingerabdrücken“ von schädlicher Software zu untersuchen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf ranghohe Quellen in Industrie und im Verteidigungsministerium. So soll ein Eindringen auf Server der Rüstungsunternehmen verhindert werden. An dem Programm beteiligten sich auf freiwilliger Basis die drei großen Internet-Provider AT+T, Verizon und CenturyLink sowie 15 Waffenkonzerne.

Jede Ausweitung des Programms über Rüstungsfirmen hinaus müsse Garantien beinhalten, dass privater Internetverkehr vor dem Zugriff der Regierung geschützt werde, mahnte der Vizepräsident der Bürgerrechtsorganisation „Zentrum für Demokratie und Technologie“, James Dempsey. „Keiner will, dass dies zu einem Hintertürchen für Überwachung wird“, betonte er.

  • dpa
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