Sicherheitsbehörden BKA sorgt sich um libysche Waffen

Das Bundeskriminalamt sorgt sich um den Verbleib libyscher Waffen und befürchtet, dass sie in die Hände von Terroristen gelangen könnten. Eine Warnmeldung an den deutschen Zoll hat die Behörde bereits herausgegeben.
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Waffendepot der libyschen Rebellen. Quelle: dpa

Waffendepot der libyschen Rebellen.

(Foto: dpa)

BerlinBei den deutschen Sicherheitsbehörden wächst laut einem Bericht die Sorge, dass Waffen aus dem Arsenal der gestürzten libyschen Regierung in die Hände von Terroristen geraten könnten. Erste Fliegerfäuste vom Typ SA-7 aus russischer Produktion seien nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamts (BKA) auf dem Schwarzmarkt in Libyens Nachbarland Ägypten aufgetaucht, berichtete das Online-Portal Bild.de.

Das BKA gehe davon aus, dass wahrscheinlich hunderte schultergestützte Gefechtsköpfe, die auf die Abwärme von Flugzeugtriebwerken reagieren, während der libyschen Revolutionswirren entwendet worden seien. Die Behörde habe diesbezüglich eine Warnmeldung an den deutschen Zoll herausgegeben.

Rainer Wendt, Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), forderte zum Schutz der deutschen Flughäfen verschärfte Vorfeldkontrollen durch die Bundespolizei. Dies sei vor allem in den ausgedehnten Waldgebieten rund um die Einflugschneisen deutscher Flughäfen erforderlich, sagte Wendt zu Bild.de. Als mögliche Ziele für Terroristen kämen seiner Einschätzung nach auch ICE-Schnellzüge in Betracht.

  • afp
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