Sicherheitskonferenz Afrika – das unterschätzte Risiko für den Weltfrieden
Eine unzufriedene, hoffnungslose, sehr junge Bevölkerung in der Region könnte von Islamisten rekrutiert werden.
München Kritik an der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) ist selten zu hören von deutschen Regierungsmitgliedern. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) jedoch mag in das verbreitete Lob des alljährlichen Treffens von Regierungen und Militärs nicht einstimmen: „Die Münchner Sicherheitskonferenz unterschätzt die Risiken total, die von der Armut Afrikas ausgehen“, sagte Müller am Rande der Konferenz.
Krisen, Konflikte, Kriegspotenzial fänden sich überall auf dem Kontinent. Und anschwellende Flüchtlingsströme seien ein Sicherheitsrisiko auch für die Demokratien Europas, so Müller: „Es ist doch eine komplette Fehleinschätzung, dass die MSC Afrika erst auf Platz 10 der weltgrößten Risiken für den Weltfrieden sieht.“
Regierungsvertreter afrikanischer Staaten gehörten ins Hauptprogramm der Sicherheitskonferenz, und nicht, wie am Samstagnachmittag, in den Nebensaal. „In einem Jahr werde ich zu einer Weltfriedenskonferenz einladen, um die Lücke der MSC zu schließen“, sagte Müller – wenn er denn Minister auch der nächsten Bundesregierung sein wird.
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