Die chinesische Konjunktur ist bockig. Doch das ist der Preis für einen Weg zu mehr Stabilität beim Wachstum. Die Wirtschaft der Volksrepublik ist nicht den Wechseljahren, sondern in der Pubertät, meint Frank Sieren.

Kommentare

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  • Zumindest ist Sieren viel Glaubwürdiger als alle Experten in Europa und den USA.
    Noch einmal: China wuchs 2014 um 7,3 Prozent. Es wuchs 2015 um 6,9 Prozent. Sollte China 2016 um 6,5 Prozent wachsen, hat China seine Wirtschaftsleistung um über 2.200 Milliarden Dollar gesteigert. Das ist etwa so viel wie Brasilien hat. Wachstum um ein Brasilien in drei Jahren. Ein Jahr später ist die Chinesische Wirtschaft um die Deutsche gewachsen. Alle vier Jahre ein mal Deutschland zusätzlich. Brasilien, Russland und China zusammen in acht Jahren zusätzlich. Die gesunkenen Rohstoff- und Energiepreise sind dabei nicht eingerechnet.
    Die Sinnlosdebatte in der OECD, dem IWF und der Weltbank ist so absurd, dass dahinter schon wieder Absicht steckt. Es soll von einer entgegengesetzten Entwicklung abgelenkt werden. Welche mag das wohl sein?

  • Kleiner Fehler: Es muss natürlich Brasilien, Russland und Indien heißen. Die Daten stammen von destatis: G7 in Zahlen. Mai 2015.

  • Herr Sieren dürfte mit seiner kurzen und prägnanten Einschätzung richtig liegen. Der Westen - zumal auch Deutschland - hatte sich über viele Jahre an ein Double Digit Wachstum in China gewöhnt, wobei die letzten Jahre mit einem " offiziellen " Wirtschaftswachstum in China von 7 - 7,5 % schon fast als Vorzeichen einer dauerhaften Wirtschaftskrise gedeutet wurden. Der von Sieren beschriebene " Pubertätsprozess " der chinesischen Wirtschaft wird zweifelsohne noch manche negativen Überraschungen bereithalten, u.a. auf dem Immobiliensektor und im Bereich der sog. Schattenbanken, insgesamt wird China jedoch ein stabilisierender Faktor in der Weltwirtschaft bleiben. Der Chef von HSBC Trinkaus hat kürzlich zudem zu Recht darauf hingewiesen, daß über eine Milliarde Konsumenten nicht als Käufer gerade auch deutscher Produkte ausfallen werden. Mit den notwendigen Anpassungen wird auch die deutsche Exportwirtschaft zurecht kommen. Grund zu einer Panik sollte jedenfalls nicht bestehen.

  • Also wenn ich mit einem Deutschen aus China rede, der versteht nicht was hier geschrieben wird. Laut seiner Meinung, boomt dort alles, weil Sie Ihr Wirtschaftssystem extrem auf den Binnenmarkt ausrichten. Natürlich heisst das für die westlichen Volkswirtschaften ein Verlust von Produktionskapazitäten, hohe Verluste in Anlagen und der Wegfall zukünftiger Investitionsmöglichkeiten! Aber: Das betrifft China nicht sondern der Westen muss korrigieren.
    Und vor allem schaltet China nun um auf Direktvertrieb, d.h. wenn Sie die Qualität hinbekommen, die Sie uns ohnehin liefern, bekommt die Marge nicht irgendein Westlicher Großkotzkonzern sondern die Marge bleibt in China mit dem angenehmen Nebeneffekt für europäische Verbraucher, die Ware sehr viel billiger direkt in China per Alibaba per Post zu bestellen. Klar das das unseren Eliten nicht schmeckt, aber naja Ihr habt euch nunmal irgendwie mit den chinesischen Eliten angelegt, das geht einfach nicht gut aus. Immerhin ist China Hochkultur seit mehrerenim Gegensatz zu unseren barbarischen "Monarchen". Übrigens: Napoleons Erfolg beruhte auf einem Kriegsbuch von Shinzu (war zu Napoleons Zeit ca. 1200 Jahre alt) und wurde zuerst ins französische übersetzt im 17. JH. Gibt Gerüchte er verlor weil er sich nicht mehr daran gehalten hat, ach und ich denke der Russe hatte dieses Buch schon lange davor :)

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