Silvio Berlusconi „Ich bin gut, weil ich dem Papst ähnele“

Silvio Berlusconi leistet derzeit seinen Sozialdienst ab. Vor seinem zweiten Arbeitstag im Seniorenheim vergleicht Italiens Ex-Regierungschef sich selbst mit dem Papst. Die Kirche könne er genauso gut anführen.
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Silvio Berlusconi traut sich zu, die katholische Kirche genauso gut zu führen wie der Papst. Quelle: dpa

Silvio Berlusconi traut sich zu, die katholische Kirche genauso gut zu führen wie der Papst.

(Foto: dpa)

MailandDer frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat sich mit dem Papst verglichen. Er könne die katholische Kirche genauso gut anführen wie Franziskus, sagte der 77-Jährige dem italienischen Radio 24.

Mit dem Papst habe der Vatikan ein beliebtes Oberhaupt gefunden, das die von Skandalen geschwächte Institution wiederbelebt habe. „Ich mag ihn wirklich, weil er als Papst genauso handelt, wie auch ich gehandelt hätte“, sagte Berlusconi. Auf die Nachfrage, ob der Papst „gut“ sei, weil er Berlusconi ähnele, entgegnete dieser: „Ich würde es andersrum sagen: Ich bin gut, weil ich dem Papst ähnele.“

Silvios Start im Seniorenheim
huGO-BildID: 36814660 Italian former Prime Minister Silvio Berlusconi arrives at the Catholic hospice "Sacra Famiglia" (Holy Family Institu
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Silvio Berlusconi beim Dienstantritt: Der wegen Steuerbetrugs zu zehn Monaten Sozialdienst verurteilte frühere italienische Ministerpräsident ist am Freitag in einem Altenheim bei Mailand erschienen, wo er seine Strafe abarbeiten soll.

huGO-BildID: 36815727 Reporters gather outside the "Sacra Famiglia" foundation in Cesano Boscone, near Milan, Italy, where Silvio Berluscon
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Riesengroß war das Medieninteresse vor dem katholischen Institut Sacra Famiglia in Cesano Boscone.

huGO-BildID: 36814221 Italian former Prime Minister Silvio Berlusconi arrives at the Catholic hospice in Cesano Boscone to begin community service fo
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Künftig wird sich Berlusconi dort während des Morgenprogramms um Demenzkranke und Alzheimerpatienten kümmern.

huGO-BildID: 36814569 Italian former Prime Minister Silvio Berlusconi (R) arrives at the Catholic hospice "Sacra Famiglia" (Holy Family Ins
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Um 10 Uhr sollte er seinen Dienst beginnen. Wenige Minuten vor Dienstbeginn fuhr der 77-Jährige vor dem Altersheim vor.

huGO-BildID: 36815497 Former Italian premier Silvio Berlusconi, right, arrives at the "Sacra Famiglia" foundation in Cesano Boscone, near M
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Der Ex-Regierungschef muss laut dem Urteil eines Mailänder Gerichts mindestens vier Stunden pro Woche Sozialdienst leisten – für mindestens zehneinhalb Monate.

A protester is restrained outside the Sacred Family Foundation, where former Italian PM Berlusconi will serve part of his one-year tax fraud sentence by doing community service with the elderly, as he arrives in Cesano Boscone
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Doch trotz strikter Sicherheitsvorkehrungen gelang es einem verkleideten Gewerkschafter, den dreifachen Regierungschef abzufangen. Er schrie: „Alle italienischen Arbeiter haben einen Traum: Berlusconi in San Vittori“ – einem Gefängnis in Mailand.

huGO-BildID: 36815518 Former Italian premier Silvio Berlusconi arrives at the "Sacra Famiglia" foundation in Cesano Boscone, near Milan, It
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Der konservative Politiker und Unternehmer war wegen Steuerbetrugs bei seinem Medienkonzern Mediaset zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Die Haft bleibt ihm wegen seines Alters erspart.

  • dpa
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3 Kommentare zu "Silvio Berlusconi: „Ich bin gut, weil ich dem Papst ähnele“"

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  • Ich denke schon, dass auch die deutschen Polit-Clowns sich gut in Alten- oder Pflegeheimen machen würden.

  • Das ist doch mal ein interessanter Versuch, wenn sie jetzt in Italien Clowns zur Aufheiterung der Bewohner in Seniorenheime schicken. In Deutschland ist mir das nur von Kinderkrankenhäusern bekannt - die Maßnahme kommt dort meines Wissens gut an.
    Bin gespannt, wie sich dieser Zirkus-Clown auf den Gesundheitszustand und die Stimmung der Bewohner auswirkt. Hoffentlich wird das ganze Experiment auch von Wissenschaftlern begleitet und ausgewertet.

  • Kann es sein, daß es bei dem im Oberstübschen nicht mehr richtig tickt?
    Dem Kerl sollte man während seiner Strafzeit jeglichen Kontakt mit den Medien verbieten. Der benutzt wirklich alles und jeden, um seine Publicitysucht zu befriedigen, und schreckt offensichtlich auch vor den Patienten im Heim nicht zurück.
    Herrn B. würde ich da nicht vorlesen lassen o.ä. (Wie der Leiter des Altenheims, Paolo Pigni, verriet, soll Berlusconi den Menschen dort beim Morgenprogramm helfen, bei dem es um motorische Übungen, Lesen, Schreiben und Spiele geht.), sondern für die schmutzige, schwere Arbeiten einteilen: Putzen, Toiletten und Bäder schrubben, Betten beziehen, abgegessene Teller einsammeln und in die Küche bringen u.ä. Dazu braucht man keinerlei Fähigkeiten im Umgang mit Kranken und kann sie auch nicht für seine Spielchen mißbrauchen. Vielleicht treiben solche Arbeiten mal das dämliche, widerliche Grinsen aus seinem Gesicht und lehren ihn ein bißchen Demut.
    Auf die Patienten würde ich ihn keinesfalls loslassen, das ist ein Zumutung für sie und ihre Angehörigen!
    Alles in allem frage ich mich ob Sozialstunden eine so gute Lösung waren. Statt dessen Hausarrest mit elektronischer Fußfessel (damit könnte man ihn sogar auf einen Teil des Haus beschränken) und dem ganzen Karneval um Berlusconi samt seiner Geltungssucht wäre ein Ende bereitet. DAS täte diesem krankhaften Narzisten wirklich weh.

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