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Simbabwes Oppositionschef Mugabe wird Ablenkungsmanöver vorgeworfen

Die von Präsident Robert Mugabe angeordnete Zwangsvertreibung von bis zu 1,5 Millionen Menschen aus den städtischen Armutsvierteln solle nur von der schweren wirtschaftlichen Krise im Lande ablenken, sagte der simbabwische Oppositionschef Morgan Tsvangirai.

HB JOHANNESBURG. Bei der Vorstellung seiner Biografie im südafrikanischen Johannesburg betonte der Vorsitzende der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) am Montag: „Regierungen reißen keine Häuser ein, bevor andere verfügbar sind. Diese Aktion steht im Einklang mit Mugabes Strategie, die sein Regime bedrohenden Wähler zu vernichten; und sie stellt zugleich ein Ablenkungsmanöver von der schweren Wirtschaftskrise dar.“ Es gebe in seiner Heimat keine echte Justiz mehr, meinte Tsvangirai.

Der simbabwische Wohnungsbauminister Morris Sakabuya hatte zuvor angekündigt, dass die Regierung Mugabe die Arbeitslosen von der Stadt aufs Land verbannen will. Bei einer Konferenz in Kapstadt sagte Sakabuya, Arbeitslose sollten Land bebauen statt städtische Armutsviertel zu bevölkern. Der Minister verteidigte die international heftig kritisierte Vertreibungspolitik seiner Regierung als Teil einer seit langem vorbereiteten Siedlungspolitik, die den Bau von 250 000 neuen Häusern pro Jahr vorsehe. Die Landflucht habe alarmierende Ausmaße angenommen.

Die vor kurzem aus der Haupstadt Harare Vertriebenen würden zurück aufs Land geschickt, sofern sie dort eine Wohnung hätten. Die anderen würden nach Aufenthalten in Transitlagern auf stadtnahen Farmen angesiedelt werden.

Die Zwangsvertreibung hunderttausender Menschen aus dem Armutsvierteln der Großstädte Simbabwes mitten im Winter der südlichen Hemisphäre hat international empörte Reaktionen ausgelöst. Die Vereinten Nationen haben eine Gesandte in das Land geschickt, die sich ein Bild vom Ausmaß der Lage vor Ort machen soll.

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