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Singapur Die nächste Steueroase trocknet aus

Es wird immer schwieriger für deutsche Steuerflüchtlinge. Nach der Schweiz wird künftig auch Singapur enger mit dem deutschen Fiskus zusammenarbeiten. Man sei sich einig über ein entsprechendes Abkommen, hieß es.
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Skyline von Singapur. Quelle: dpa

Skyline von Singapur.

(Foto: dpa)

Singapur Für deutsche Steuerbetrüger wird es künftig schwieriger, Schwarzgeld nach Singapur zu transferieren. Deutschland und der südostasiatische Finanzplatz vereinbarten, im Kampf gegen grenzüberschreitende Steuerhinterziehung den Informationsaustausch über Geldtransfers zu verbessern. „Wir sind grundsätzlich einig über eine Ergänzung des Steuerabkommens“, sagte Schäuble am Sonntag in Singapur vor Wirtschaftsvertretern. Beide Seiten haben sich nach Angaben des Finanzministeriums darauf geeinigt, die international vereinbarten OECD-Standards für den Informationsaustausch in das Abkommen aufzunehmen.
Hintergrund ist auch das angestrebte Steuerabkommen Deutschlands mit der Schweiz, das wegen des Widerstands von SPD- und Grün-geführten Ländern zu scheitern droht. Es soll eigentlich Anfang 2013 starten. Schäuble hofft hier weiter auf Zustimmung.

Angeblich sollen Schweizer Banken deutschen Steuerbetrügern helfen, Vermögen noch vor Inkrafttreten des geplanten Steuerabkommens Anfang 2013 nach Fernost zu verschieben. Unter anderem die in Singapur vertretene Schweizer Großbank UBS wies diese Vorwürfe stets zurück. Auch die Bundesregierung hat nach eigener Aussage keinerlei Hinweise auf Schwarzgeld-Transfers deutscher Bankkunden aus der Schweiz ins Ausland, um das geplante Steuerabkommen zu unterlaufen.
„Fakten, die belegen, dass der Abschluss des deutsch-schweizerischen Steuerabkommens zu einem vermehrten Vermögenstransfer von der Schweiz nach Singapur oder anderen Destinationen geführt hat, liegen der Bundesregierung nicht vor“, erklärte das Finanzministerium Ende September auf eine Anfrage.

Die 1,4-Billionen-Dollar-Fluchtburg
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6 Kommentare zu "Singapur: Die nächste Steueroase trocknet aus"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • "Handies, Datenträger, Computer oder Akten mit Kontoauszügen. Letztere sollten Steuersünder ja eigentlich nie daheim haben." Vielleicht erzählt uns das ehrwürdige Handelsblatt noch ein paar andere Tipps wie man effektiv der Strafverfolgung als Steuerhinterzieher entgeht. - Ich glaub`es hackt!

  • Wenn Schäuble mit dem feudal geprägten Stadtstaat Singapur ein Abkommen trifft, kann nur gröbste Volksverdummung dabei heraus kommen. Einen Automatismus gibt es nicht, auf Antrag von wem (?) und Weisung von wem (?) rückt Singapur erbetene Datensätze heraus. Für das System "wichtige" Persönlichkeiten werden dabei weiter geschützt, nur wer nicht mehr spurt und funktionieren möchte wird per Datensatz aus Singapur auf juristische Weise entsorgt und die anderen bleiben unbehelligt. Das kommende Feudalsystem schafft sich seine Abhängigen auf höchster politischer Ebene !

  • Politiker haben wir. Dachte immer, daß die auch mal Zeitung lesen und deshalb wüssten, daß in Ländern wie Liechtenstein und Singapur durchaus anonyme Geldverwaltungskonstrukte möglich sind, wo der Staat gar nich weiß/wissen will, wer dahinter steht.

  • Das Steuerabkommen mit der Schweiz ist noch gar nicht in Kraft, beginnt aber jetzt schon die Schweiz in den Abgrund zu führen.

  • Steueroase ? Geld gehört immer zuerst dem Staat. erst wenn der Staat gut genährt ist gehört es den Bürgern.

    Erinnern Sie sich noch, was Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am 18. November 2011 vor den versammelten Bankern des Europäischen Bankenkongresses verkündete? Deutschland sei, so seine Aussage, »seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen«. Und: In »Europa« sei die Souveränität ohnehin »längst ad absurdum« geführt.

    Lesenswert dazu Prof. Schachtschneider

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/thomas-mehner/die-souveraenitaet-deutschlands-der-staatsrechtler-prof-dr-karl-albrecht-schachtschneider-bezieh.html

  • mal unter Photshippern und RADlARn

    Ist das WIRKLICH ein KATAMARAN mit WASSER zwischen den beiden Kielen? Oder ist das eher so eine Art Spitze des Eisbergs wo der größte Teil unter Wasser verborgen belibt.

    http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:US_Navy_Sea_Shadow_stealth_craft.jpg&filetimestamp=20120403145815

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