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Sipri-Zahlen USA bauen ihre Marktdominanz im Waffengeschäft weiter aus

Neue Zahlen der Sipri-Friedensforscher listen Deutschland auf Platz vier der weltgrößten Exporteure, hinter Frankreich. Die USA verkaufen vor allem Kampfjets.
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Die USA verkaufen den Kampfjet auch an die Niederlande. Quelle: AP
US-Exportschlager F-35

Die USA verkaufen den Kampfjet auch an die Niederlande.

(Foto: AP)

BerlinDen Weltmarkt für Waffenexporte dominieren nach wie vor die Großmächte des Kalten Krieges. Die USA und Russland kommen gemeinsam auf einen Weltmarktanteil von 57 Prozent, mit starkem Übergewicht der USA. Sie konnten ihren Anteil von 30 auf 36 Prozent ausbauen.

Diese Zahlen nennt das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri. Die nächst größeren Exporteure kommen gerade mal auf ein Drittel der Auslandsverkäufe von Russland. Frankreich hält 6,8 Prozent Weltmarktanteil, Deutschland 6,4 Prozent, China 5,2 Prozent und Großbritannien 4,2 Prozent.

Sipri hat diese Marktanteile für den Fünfjahreszeitraum von 2014 bis 2018 berechnet und mit den beiden Fünfjahresperioden davor verglichen. Die weltweiten Rüstungsexporte waren demnach zuletzt um 7,8 Prozent höher als zwischen 2009 bis 2013 und um 23 höher als 2004 bis 2008.

Deutschland hat seine Exporte demnach zuletzt um 13 Prozent erhöht – und Frankreich gar um 43 Prozent. Die EU insgesamt kam auf einen Weltmarktanteil von 27 Prozent. In der Sipri-Statistik liegen Deutschland, Frankreich und Großbritannien nah bei einander und tauschen immer mal wieder ihre Positionen.

In deutschen Regierungskreisen wird zudem gelegentlich darauf verwiesen, dass Sipri seine Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen zusammenträgt: So transparent wie die Bundesrepublik seien die wenigsten Länder, hieß es: Womöglich sei der Deutsche Exportanteil daher überzeichnet. 

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Der Zuwachs bei den Exporten insgesamt ging laut Sipri zuletzt ausschließlich in den Nahen Osten – während alle anderen Regionen weniger Waffen nachfragten.  Der Nahe Osten kam so auf einen Importanteil von 35 Prozent – zwischen 2009 und 2013 hatte er nur 20 Prozent betragen.

„Die USA haben ihre Position als führender Waffenlieferant der Welt gefestigt“, sagte Sipri-Direktorin Aude Fleurant. Sie belieferten 98 Länder. Die Hälfte der Exporte machten allein 255 moderne Kampfflugzeuge aus, die an 14 Staaten geliefert wurden. Der hohe Weltmarktanteil der USA erklärt sich also zu einem großen Teil aus Verkaufen des F-35 Kampfjets von Lockheed Martin.  

Russlands Exporte gingen dagegen um 17 Prozent zurück, weil vor allem Indien und Venezuela weniger dort einkauften.

Die Importe verteilten sich stärker als die Exporte, auf insgesamt 155 Staaten. Saudi-Arabien stieg zum größten Waffenimporteur auf – kam damit aber nur auf einen Welt-Importanteil von zwölf Prozent. Indien stand für 9,5 Prozent, Ägypten für 5,1 Prozent Anteil an den Importen. Saudi-Arabien und Indien waren auch in der vorherigen Periode die größten Importeure.

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