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Skandinavien Globalisierungsgipfel am Gipfel der Welt

Fünf erfolgreiche „Wirtschaftstiger “ sind zum ersten Mal zusammengekommen, um über Globalisierung zu diskutieren. Im schwedischen Kleinort Riksgränsen konferierten die fünf Staatschefs von Norwegen, Schweden, Dänemark, Finland und Island – und ernteten allerlei Spott dafür.
  • Brian Melican
Morgennebel zieht über einen Teil der norwegischen Stadt Oslo hinweg. (Archivfoto) FOTO: dpa Quelle: dpa

Morgennebel zieht über einen Teil der norwegischen Stadt Oslo hinweg. (Archivfoto) FOTO: dpa

(Foto: dpa)

DÜSSELDORF. In Nordschweden sind diese Woche die fünf Premierminister der nordischen Nationen mit zahlreichen Universitätsforschern zusammengekommen, um sich über Globalisierung auszutauschen. Der Name des Tagungsortes Riksgränsen (wörtlich: "Reichsgrenze") macht schon deutlich, dass es sich um eine Schnittstelle zwischen Schweden und dem Nachbarland Norwegen handelt. Dementsprechend ist das Örtchen ein beliebter Platz für grenzüberschreitende Konferenzen – so auch für dieses erste nordische Globalisierungsforum. Ganz oben in den Bergen, abgeschnitten von der Welt, tausende Kilometer nördlich von Stockholm wollten sich die Teilnehmer Gedanken zum Thema machen.

Zwar waren zahlreiche Journalisten eingeladen, um über diese Konferenz zu berichten. Vor Ort war allerdings kaum einer. Einzig den Kommentatoren in Schweden entging die Ironie dieser isolierten Verortung nicht: » „Svenska Dagbladet“. Die Tageszeitung fand die Veranstaltung sogar lustig: „Auf einem Berg an der Grenze des Reiches sammelten sich die fünf Häupter der nordischen Völker. Doch ist die Rede hier nicht von irgendeiner Tolkien-Verfilmung, sondern von modernen Politikern, die mit schönen Bildern gerechnet hatten.“

Top-Thema des Globalisierungs-Gipfels war eigentlich die Fortsetzung des wirtschaftlichen Erfolgs der skandinavischen Länder. Trotz aller Befürchtungen hat sich das so genannte nordische Model in den letzten Jahren noch immer bewiesen. In Anbetracht der Konkurrenz von Niedriglohnländern, dem Abbau von Handelsbarrieren, der Anfälligkeit für Schwankungen der globalen Marktwirtschaft hatten viele Analysten erwarteten, dass Skandinavien unter den neuen weltwirtschaftlichen Bedingungen leiden würde. Schließlich war hier das Motto: kleine Binnenmärtkte, hohe Lohnnebenkosten und ein teure, umfangreiche Sozialleistungen. Doch die Globalisierung hat die Länder offenbar eher gestärkt.

Manch ein Kommentator aus Skandinavien hielt die Konferenz und die dort verabschiedete Deklaration allerdings eher für eine "typische, nordische Ideenversteigerung, bei der die jeweiligen Länder sich zu überbieten versuchten" » „Svenska Dagbladet“). Die Konferenz wollen die fünf Länder von nun an jährlich veranstalten.

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