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Slowakischer Regierungschef Fico will Staatspräsident werden

Robert Fico regiert die Slowakei seit 2012 mit absoluter Mehrheit. Doch das reicht ihm nicht: Der Sozialdemokrat will auch Staatspräsident werden. Mehr Macht bekäme er wohl nur in Ausnahmefällen.
18.12.2013 - 17:13 Uhr Kommentieren
Höhere Ambitionen: Robert Fico möchte eine Ebene emporklettern. Quelle: Reuters

Höhere Ambitionen: Robert Fico möchte eine Ebene emporklettern.

(Foto: Reuters)

Bratislava Der slowakische Regierungschef Robert Fico hat am Mittwoch seine Kandidatur für das Amt des Staatspräsidenten angekündigt. Der 49-jährige Sozialdemokrat gilt nach Umfragen schon lange als klarer Favorit für die im kommenden Frühjahr geplante Wahl. Der slowakische Präsident ernennt zwar die Regierung, hat aber außer in Regierungskrisen nur eher repräsentative Aufgaben.

Bisher waren zwölf weitere Kandidaten nominiert, die alle dem bürgerlichen Lager angehören. Der Jurist Fico regiert zum zweiten Mal, seit er mit seiner Partei Smer-Sozialdemokratie bei den Parlamentswahlen im März 2012 die absolute Mehrheit gewann. Der erste Durchgang der Präsidentenwahlen wird Ende März oder Anfang April stattfinden. Zwei Wochen später könnte es dann eine Stichwahl zwischen den beiden stärksten Kandidaten geben.

Die beiden international bekanntesten Gegenkandidaten Ficos sind die ehemaligen Dissidenten Jan Carnogursky und Milan Knazko. Carnogursky saß im Kommunismus als führender katholischer Regimegegner im Gefängnis. Nach der Wende wurde er aus der Haft entlassen und zum stellvertretenden Regierungschef der Tschechoslowakei ernannt. Nach der Staatstrennung 1993 war er slowakischer Regierungschef und später Justizminister.

Der Schauspieler Milan Knazko war Hauptredner der Demonstrationen im slowakischen Landesteil der CSSR, die 1989 zum Sturz des kommunistischen Regimes führten. Später wurde er Außenminister, Kulturminister und Chef eines privaten TV-Senders. Selbst als Minister blieb er als Theater- und Filmschauspieler aktiv.

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