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Snowden bei Twitter Achtung, Fake!

Wer als Whistleblower was auf sich hält, hat einen Twitteraccount. Vermeintlich. Dutzende Menschen versuchen, aus Edward Snowden Kapital zu schlagen. Dabei gibt es viel kreativere Ideen, mit dem NSA-Skandal umzugehen.
16.07.2013 - 11:18 Uhr Kommentieren
Nicht der Echte: einer der zahlreichen Fake-Profile von Edward Snowden. Foto: Screenshot Twitter

Nicht der Echte: einer der zahlreichen Fake-Profile von Edward Snowden. Foto: Screenshot Twitter

Düsseldorf Edward Snowden sitzt seit geraumer Zeit im Transitbereich des Moskauer Flughafens - man sollte meinen, er habe genug Zeit, um sich einen Twitter-Account anzulegen. Er hat es nicht getan, dafür aber einige andere Nutzer in seinem Namen. Wer nach Edward Snowden bei Twitter sucht, findet dutzende Profile mit immer dem gleichen Profilbild, dem berühmten Standbild aus dem ersten Video des Guardian.

Die wenigsten sind kreativ. Ein Account hat es aber zu immerhin 5.000 Followern gebracht und wird sogar von einigen Nutzern als der echte Whistleblower verstanden.

Dabei steht hinter dem Account ein Nutzer, der sich Michael Vario nennt. „Snowden“ folgt bloß ihm, auf seiner Facebook-Seite postet er Links zu Demonstrationen, Bürgerrechtskundgebungen und Links zu Überwachung. Dass so viele den falschen Snowden für den echten halten, ist verwunderlich. Schließlich twittert er auch Sätze, die eher nach Verschwörungstheorie als nach Information klingen:

Folgen lohnt sich hier nicht. Doch es gibt unterhaltsamere Tweets unter ebenfalls falschen Accounts. Den der NSA-Pressestelle zum Beispiel. „Defending Our Nation. Securing the Future. Public and press announcements by the National Security Agency“ lautet die Selbstbeschreibung des Accounts, der mit dem ersten Tweet sogar ein paar Nutzer narrte:

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    Anhand der aktuellsten Kurznachricht wird deutlich, dass auch dieser Account eher zur Erheiterung gedacht ist:

    Noch mehr auf die Spitze treibt es bloß der „offizielle Prism-NSA“-Account. Für einen Weißabgleich wäre es nett, wenn alle mal ein weißes Papier vor ihre Webcam halten könnten, twittern sie und spielen damit auf die Video-Überwachung an.

    Wenn Satire so gut ist, dass sie für echt gehalten wird, können die Verfasser stolz sein: Sven und Jens Scholz dürften also ziemlich stolz sein. Denn ihr Parodie-Account des Verfassungsschutzes wurde sogar kurzzeitig von Twitter gesperrt: Er war einfach zu echt. Unter dem Nutzernamen @bundesamtfvs twittern sie seit den unrühmlichen Verwicklung des Verfassungsschutzes im Zusammenhang mit der NSU - und der aktuelle NSA-Skandal bietet da natürlich weiter Stoff zum Spotten.

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