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Soldat will nur Befehlen gefolgt sein Graner: «Widersetzte mich Befehlen anfangs»

Erst habe er den Befehlen seiner Chefs noch widerstanden, hat der wegen Misshandlung irakischer Gefangener verurteile US-Soldat Graner gesagt. Dann sei ihm jedoch klargemacht worden, was von ihm erwartet werde.

HB BERLIN. Der wegen Misshandlung irakischer Gefangener schuldig gesprochene US-Soldat Charles Graner hat vor dem US-Militärgericht in Texas eine Verantwortung für die Taten abgestritten. Anfangs habe er dem Druck seiner Vorgesetzten noch widerstanden, dann hätten sie ihm jedoch verständlich gemacht, dass von ihm erwartet werde, den Befehlen der militärischen und zivilen Geheimdienstmitarbeiter in dem Gefängnis zu folgen, sagte er. Er habe bei der sexuellen Demütigung und Folter der Gefangenen also nur Befehle befolgt.

Am Freitag war der 36-Jährige wegen schwerer Körperverletzung, Verschwörung, Misshandlung von Gefangenen, sexueller Nötigung und anderer Vergehen schuldig gesprochen worden. Das Strafmaß steht noch aus. Ihm drohen nun bis zu 17 Jahren und sechs Monaten Haft.

Graner gilt als Anführer einer Gruppe von Soldaten, die ihre Misshandlungen in dem irakischen Gefängnis Abu Ghraib auf Video und Fotos dokumentiert hatten. Die Bilder der Misshandlungen hatten im vergangenen Jahr weltweit Entsetzen ausgelöst.

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