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Soldaten in der Türkei Nach dem Incirlik-Besuch sind viele Fragen offen

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Reaktionen der Presse

Das alles geschieht vor den Augen der Presse. Als der deutsche Delegationsleiter Lamers ansetzt, über die Aufarbeitung des Putschversuches zu sprechen, muss die Presse auf Wunsch der Türken raus. Kritische Stimmen sollen wohl erstmal nicht nach außen dringen.

In dem Gespräch geht es auch um die Aufarbeitung des Putschversuchs, die in Deutschland auf heftige Kritik trifft. Die türkischen Abgeordneten sprechen die Armenier-Resolution an. „Da wurden uns gewissermaßen schon die Leviten gelesen“, sagt der Linken-Abgeordnete Alexander Neu anschließend.

Delegationsleiter Lamers zeigt sich trotzdem zufrieden. Er lobt die „sehr freundschaftliche Atmosphäre“ und den Wunsch beider Seiten nach weiterem Dialog. Dazu sollen die türkischen Abgeordneten zu einem Gegenbesuch nach Deutschland kommen. Das Eis sei gebrochen, sagt er.

Einen Termin bei der Regierung erhalten die Abgeordneten aber nicht, und damit auch keine Antwort auf die Frage, ob sie nun freien Zugang nach Incirlik haben. Die SPD macht davon abhängig, ob sie im Dezember der Verlängerung des Einsatzes zustimmen will. Würde sie nicht zustimmen, müssten die Soldaten abgezogen werden.

Die Probe aufs Exempel wird es wahrscheinlich aber gar nicht geben. Es ist unwahrscheinlich, dass es in den nächsten drei Monaten nochmal einen Besuchsantrag geben wird.

  • dpa
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