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Sozialkredit-System Millionen Chinesen bekommen Reiseverbote wegen Fehlverhaltens

China will seine Bevölkerung stärker überwachen. In mehr als 20 Millionen Fällen wurden zuletzt Strafen verhängt – zum Beispiel Reiseverbote.
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China nutzt vor allem Technologien wie Datenverarbeitung, um sein Sozialkredit-System zu füllen. Quelle: dpa
Überwachung des Internets

China nutzt vor allem Technologien wie Datenverarbeitung, um sein Sozialkredit-System zu füllen.

(Foto: dpa)

PekingChina hat Millionen Menschen wegen negativer Einträge in seinem Sozialkredit-System Reisetickets verweigert. In 17,5 Millionen Fällen durften Personen im vergangenen Jahr kein Flugticket kaufen und in etwa 5,5 Millionen Fällen keine Zugfahrkarte, wie aus einem Jahresbericht des Sozialkredit-Informationszentrums hervor geht.

In dem System erhalten Menschen Minuspunkte, wenn sie gegen Gesetze verstoßen – in manchen Gebieten auch für kleinere Vergehen wie beispielsweise, einen Hund beim Gassigehen nicht anzuleinen. Es ist Bestandteil der Bemühungen der Regierung, mit Technologien wie Datenverarbeitung, genetischer Sequenzierung und Gesichtserkennung die Kontrolle über die Bewohner zu verschärfen. Neben Personen können auch Unternehmen bestraft werden.

128 Menschen sei im vergangenen Jahr die Ausreise wegen Steuerrückständen verweigert worden, geht aus dem Jahresbericht hervor. Bestraft wurden auch irreführende Werbung und Verstöße gegen die Arzneimittelsicherheit. 290.000 Personen durften nicht Manager oder Prokuristen werden.

US-Vizepräsident Mike Pence hatte im Oktober von einem „Orwellschen System, basierend auf der Kontrolle praktisch jeder Facette des menschlichen Lebens“ in China gesprochen.

Die chinesische Staatspartei argumentiert dagegen, die Strafen und Belohnungen in dem System verbesserten die Ordnung in der sich rasch wandelnden Gesellschaft.

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