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Spanien Jahrestag des Referendums – Katalanische Separatisten gehen auf die Straße

Hunderte katalanische Separatisten haben zum Jahrestag des umstrittenen Referendums erneut mobil gemacht. Die Bevölkerung ist noch immer gespalten.
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Verschiedene Gruppen des Komitees zur Verteidigung der Republik, ein Zusammenschluss zur Verteidigung des Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien, marschieren durch die Stadt. Quelle: dpa
Jahrestag des Katalonien-Referendums

Verschiedene Gruppen des Komitees zur Verteidigung der Republik, ein Zusammenschluss zur Verteidigung des Unabhängigkeitsreferendum in Katalonien, marschieren durch die Stadt.

(Foto: dpa)

BarcelonaIn Katalonien haben am Jahrestag des Referendums über die Trennung von Spanien Hunderte Separatisten Straßen und Schienen vorübergehend blockiert. In Barcelona zogen am Montag Studenten in einem Protestzug durch die Innenstadt. In Sant Julia de Ramis hielten führende Separatisten Reden, während andere die Stimmabgabe vor einem Jahr nachstellten.

Vor zwölf Monaten war es in dem Ort zu Zusammenstößen zwischen Polizeieinheiten unter Befehl der spanischen Zentralregierung und Bürgern gekommen, die sich an der verbotenen Volksbefragung beteiligen wollten. In Girona setzten sich Kundgebungsteilnehmer auf die Gleise des Bahnhofs. Andere Separatisten legten Autoreifen auf Straßen, um den Verkehr zum Erliegen zu bringen.

Am 1. Oktober 2017 stimmte eine überwältigende Mehrheit von rund 90 Prozent für die Ablösung Kataloniens von Spanien. Allerdings lag die Beteiligung am Referendum bei nur 42 Prozent. Der damalige Chef der Regionalregierung, Carles Puigdemont, rief einige Wochen später die Unabhängigkeit Kataloniens aus.

Die Madrider Zentralregierung setzte daraufhin die Regionalregierung ab, die spanische Justiz leitete Ermittlungen ein. Puigdemont floh nach Belgien. Die Madrider Regierung erzwang Neuwahlen in Katalonien im Dezember. Dabei konnten die separatistischen Parteien trotz Einbußen ihre Mehrheit im Regionalparlament in Barcelona behaupten. Ende Mai wurde Quim Torra zum Nachfolger Puigdemonts gewählt. Torra bekennt sich wie Puigdemont zur Unabhängigkeit Kataloniens.

Die Kundgebungen der Separatisten hatten am Montag einen wesentlich geringeren Zulauf als beim Referendum vor zwölf Monaten. Die Organisatoren sagten geplante Blockaden kurzfristig ab. Der Verkehr in Barcelona bewegte sich nach Polizeiangaben ohne größere Beeinträchtigungen.

Nach Umfragen ist die Bevölkerung der autonomen Region nach wie vor in zwei annähernd gleich große Teile von Befürwortern und Gegnern einer Trennung von Spanien gespalten. Bereits am Wochenende war es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Separatisten gekommen. Sechs Menschen wurden festgenommen.

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