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Spanien Mitten in der Urlaubssaison wütet ein Waldbrand auf Gran Canaria

Touristenorte sind zwar nicht betroffen, aber rund 9000 Einwohner wurden evakuiert. Hitze und Trockenheit erschweren die Löscharbeiten der Feuerwehr.
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Der Waldbrand in den Bergen von Gran Canaria ist nach Behördenangaben außer Kontrolle geraten. Quelle: dpa
Ein Hubschrauber versucht mit Wasser ein Feuer auf Gran Canaria zu löschen.

Der Waldbrand in den Bergen von Gran Canaria ist nach Behördenangaben außer Kontrolle geraten.

(Foto: dpa)

Madrid Seit Samstag lodern im Gebirge im nördlichen Teil der beliebten Ferieninsel Gran Canaria unkontrollierte Flammen. 6000 Hektar Wald hat der Brand bereits zerstört, 9000 Einwohner wurden evakuiert. Bislang ist aber noch kein Mensch zu Schaden gekommen. Die klassischen Urlaubsorte der Insel, die zu dieser Jahreszeit absolute Hochsaison hat, sind nicht bedroht.

Gran Canaria steht auf der Liste der beliebten Urlaubsziele der Deutschen auf Platz vier – hinter der deutschen Küste, den Balearen und Italien.
Wegen der hohen Temperaturen, der trockenen Luft und böiger Winde ist es der Feuerwehr zunächst nicht gelungen, die Brände einzudämmen. Inzwischen lodert nur noch eine Seite unkontrolliert. Doch gerade dort, wo sich der Naturpark Tamadaba befindet, ist es für die Feuerwehrleute zu gefährlich, den Brand in dem von riesigen Kiefern bedeckten Gebiet vom Boden aus zu löschen.

Gegen die Flammen kämpfen sie deshalb dort vor allem aus der Luft. 14 Flugzeuge und 1000 Helfer bemühen sich nach Kräften, den Schaden in Grenzen zu halten.

Wie hoch der ist, konnte die Inselregierung am Montag noch nicht beziffern. Sicher ist nur eine enorme Zerstörung der Natur. Von einer "beispiellosen Umweltkatastrophe“ sprach die Inselregierung. Der spanische Landwirtschaftsminister Luis Planas, der wegen des Feuers auf die Insel kam, erklärte am Montagnachmittag, die kommenden 48 Stunden seien entscheidend.

Anlass für Optimismus gebe der Wettbericht: Die Temperaturen sollen sinken, die Luftfeuchtigkeit soll steigen – das macht es den Einsatzkräften leichter. Die Inselregierung schließt Brandstiftung als Ursache nicht aus, hat dafür aber noch keine Beweise.

Federico Grillo, Chef des Katastrophenschutzes auf Gran Canaria, macht den Klimawandel und die ausbleibende Nutzung des Unterholzes in den Wäldern für das starke Ausufern der Brände verantwortlich. Die Flammen, die an einigen Stellen 50 Meter hoch loderten, und die Schnelligkeit, mit der sie sich ausbreiteten, sorgten dafür, dass „sie eher wir Feuerstürme aussehen als wie ein konventionelles Feuer“, so Grillo.

In Zeiten, in denen die Insel noch nicht vom Tourismus gelebt habe, sondern die Bewohner im Wald Holz und Reisig zum Heizen ihrer Wohnungen sammelten, habe es derartige Brände nicht gegeben. Gerade das trockene Gestrüpp am Waldboden wirkt oft wie ein Brandbeschleuniger.

Die Regierung Portugals – das Land ist ebenfalls regelmäßig von Bränden geplagt –, setzt deshalb etwa Ziegenherden ein, die in den portugiesischen Wäldern das trockene Gras und Gestrüpp am Boden fressen sollen.

Mehr: Naturkatastrophen wie Waldbrände kosten vor allem die Rückversicherer viel Geld. Analysten sind deshalb beim Milliardengewinn von Munich Re skeptisch.

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