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Spannungen China setzte Individualreisen nach Taiwan wieder aus

Es sei Grundinteresse Pekings, China und Taiwan wieder vollständig zu vereinigen. Trotzdem erlaubt China nur noch Gruppenreisen in den Inselstaat.
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Spannungen mit Taiwan: China setzte Individualreisen aus Quelle: dpa
Taipei

Chinesen dürfen ab dem 1. August nur in organisierten Reisegruppen nach Taiwan reisen.

(Foto: dpa)

Peking Vor dem Hintergrund angespannter Beziehungen hat China die Vorschriften für Reisen nach Taiwan verschärft. Chinesische Staatsbürger aus 47 Städten dürfen demnach nicht mehr eigenständig nach Taiwan reisen. Ein entsprechendes Pilotprojekt, das Chinesen seit 2011 solche Reisen erlaubt hatte, wird zum 1. August ausgesetzt, wie das Pekinger Ministerium für Kultur und Tourismus am Mittwoch mitteilte.

Damit können Chinesen vorerst nur noch in organisierten Gruppenreisen Taiwan besuchen.

Die kommunistische Führung in Peking betrachtet die demokratische Inselrepublik seit jeher als eigenes Territorium. Zuletzt hatte Peking erbost auf ein Rüstungsgeschäft der USA reagiert, die Waffen für rund zwei Milliarden Dollar (etwa 1,7 Milliarden Euro) an Taiwan verkaufen wollen.

Der Streit um den Status Taiwans geht auf den Bürgerkrieg in China zurück, als die Truppen der nationalchinesischen Kuomintang nach ihrer Niederlage gegen die Kommunisten Maos nach Taiwan geflüchtet waren. Seit Gründung der Volksrepublik 1949 betrachtet Peking die Insel als eigenen Landesteil.

In einem vergangene Woche vorgelegten Weißbuch wiederholte Peking Drohungen, die Inselrepublik gegebenenfalls auch mit militärischer Gewalt zurückzuerobern. Die „vollständige Wiedervereinigung Taiwans mit China ist im Grundinteresse Chinas“, hieß es.

Mehr: US-Firmen verkaufen an Taiwan Rüstungsgüter im Wert von zwei Milliarden Dollar. China sieht seine Sicherheit bedroht – und reagiert harsch.

  • dpa
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