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Spionage-Affäre weitet sich aus Dutzende US-Spione in deutschen Ministerien

Ein Doppelagent des BND sorgte zuletzt für einen Eklat zwischen Deutschland und den USA. Nun könnte sich der Skandal ausweiten: Mehr als ein Dutzend deutsche Regierungsmitarbeiter sollen für die CIA spionieren.
13.07.2014 - 08:22 Uhr
Das CIA-Hauptquartier in Langley, Washington: Von hier sollen auch Aktionen in deutschen Ministerien koordiniert worden sein. Quelle: dpa

Das CIA-Hauptquartier in Langley, Washington: Von hier sollen auch Aktionen in deutschen Ministerien koordiniert worden sein.

(Foto: dpa)

Berlin Die Affäre um mutmaßliche US-Spione in Deutschland ist einem Zeitungsbericht zufolge möglicherweise noch umfangreicher als bisher angenommen. Der US-Auslandsgeheimdienst CIA habe mehr als ein Dutzend Regierungsmitarbeiter in Deutschland als Quellen geführt, berichtete die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf US-Geheimdienstkreise. Betroffen sind laut dem Blatt vor allem die vier Ministerien Verteidigung, Wirtschaft, Innen und Entwicklungshilfe. Letzteres sei für die CIA von Interesse, weil über das Entwicklungshilfeministerium verdeckte BND-Operationen im Ausland liefen.

Viele der US-Spione arbeiteten schon mehrere Jahre für den US-Geheimdienst, berichtete die "Bild am Sonntag" weiter. Aufgrund der aktuellen Debatte fänden derzeit aber keine Treffen zwischen den Spionen und der CIA in Deutschland statt. Darüber hinaus werde von den US-Diensten geprüft, ihre Agentenführer in die US-Botschaften nach Warschau und Prag zu verlegen und von dort aus operieren zu lassen.

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