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„Sputnik V“ 70 Zentren in Moskau: Russland startet am Wochenende mit Massenimpfungen

Der Kreml macht Druck: Bereits in der kommenden Woche sollen sich Menschen in ganz Russland gegen Corona impfen lassen. Denn die Fallzahlen steigen rasant.
03.12.2020 - 19:00 Uhr Kommentieren
In Moskau sollen die Massenimpfungen in Russland beginnen. Quelle: dpa
Impfstoff

In Moskau sollen die Massenimpfungen in Russland beginnen.

(Foto: dpa)

Berlin Russland macht Tempo bei den Corona-Impfungen: Als eine der ersten Metropolen auf der Welt startet Moskau am Samstag mit Massenimpfungen. Und bereits in der kommenden Woche sollen sich Menschen im ganzen Land freiwillig gegen das Virus impfen lassen können.

Am Freitag wird dafür in der russischen Hauptstadt ein elektronisches Impfregister eröffnet, in dem sich alle Impfwilligen registrieren lassen können. Einen Tag später sollen bereits die 70 Impfzentren in der 15-Millionen-Einwohner-Stadt den Betrieb aufnehmen, wie Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin an diesem Donnerstag in seinem Blog mitteilte.

Die notwendigen Kühlketten für den Impfstoff würden gewährleistet. Damit das Vakzin wirkt, muss jeder zweimal innerhalb eines Monats geimpft werden.

In dem in Moskau ansässigen Föderationsrat, der obersten Parlamentskammer, haben die Impfungen bereits begonnen. Nach Sobjanins Angaben werden ab dem Wochenende zuerst Krankenhauspersonal, Sozialarbeiter und Lehrer kostenlos geimpft.

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    Anschließend können sich Bürger zwischen 18 und 60 Jahren ohne chronische Krankheiten einen der zwei russischen Corona-Vakzine spritzen lassen. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten hat sich Russland dagegen entschieden, zuerst Risikogruppen zu impfen.

    Erster Impfstoff weltweit

    Auch wenn die Impfkampagne freiwillig sein soll, machen Präsident Wladimir Putin und sein Ministerpräsident Michail Mischustin massiv Druck: Der Kremlchef sprach von „oberster Priorität“ für sein Land und verkündete, dass bereits zwei Millionen Dosen zur Verfügung stünden. Mischustin sagte, die Gouverneure seien „persönlich verantwortlich“ für die Massenimpfungen.

    Obwohl auch in Russland Kontaktbeschränkungen gelten, steigt die Zahl der täglichen Neuinfektionen zwischen Kaliningrad und Kamtschatka: Am Donnerstag wurden erstmals über 28.000 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet.

    Russland hat mit „Sputnik V“ im August den ersten Corona-Impfstoff weltweit zugelassen. Neben dem angesehenen Gamaleya-Forschungszentrum in Moskau, das „Sputnik V“ entwickelt hat, wurde am russischen EpiVacCoron Centre Vector ein weiterer Corona-Impfstoff entwickelt.

    „Sputnik V“ hat die dritte klinische Testphase noch nicht vollständig durchlaufen, die im Westen zwingend für eine Zulassung durch die Aufsichtsbehörden ist. Dennoch gibt der Hersteller bereits einen Wirkungsgrad von 91,4 Prozent an.

    Es gebe bereits 1,5 Milliarden Bestellungen für „Sputnik“-Dosen aus 50 Ländern, hieß es beim russischen Staatsfonds RDIF, der die Vakzinentwicklung finanziert. Neben Russland beteiligten sich Brasilien, Venezuela, Weißrussland und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) an den klinischen Tests.

    150 Millionen Dosen sollen in Südkorea und 300 Millionen in Indien hergestellt werden. Davon werden 25 Millionen Dosen nach Argentinien geliefert. Auch andere Länder, wie zuletzt Ungarn, haben Interesse bekundet. Eine Zulassung von „Sputnik V“ durch die europäische pharmakologische Zulassungsstelle ist beantragt. Eine Produktion des russischen Vakzins in Deutschland sei möglich, sagte RDIF-Chef Kirill Dmitrijew.

    Mehr: Der Corona-Impfstoff darf nicht zum politischen Spielball werden

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