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Staatsanleihen Italien leiht sich weitere Milliarden

Italien hat sich weiteres Geld am Kapitalmarkt geliehen. Mit zwei Anleihen nahm der Staat jeweils drei Milliarden Euro ein. Die Zinsen stiegen nur leicht. Das könnte sich im kommenden Jahr allerdings ändern.
28.12.2012 - 14:19 Uhr 1 Kommentar
Italien hat sich erneut Geld am Kapitalmarkt geliehen. Die Auktion verlief besser als erwartet. Quelle: dpa

Italien hat sich erneut Geld am Kapitalmarkt geliehen. Die Auktion verlief besser als erwartet.

(Foto: dpa)

Rom Italien muss nach dem angekündigten Rücktritt von Ministerpräsident Mario Monti etwas höhere Zinsen für frisches Geld bezahlen. Die letzte Auktion einer zehnjährigen Anleihe in diesem Jahr spülte drei Milliarden Euro in die Staatskasse, teilte die Finanzagentur am Freitag in Mailand mit. Der Durchschnittszins stieg auf 4,48 Prozent, nachdem er vor einem Monat noch bei 4,45 Prozent gelegen hatte. Weitere knapp drei Milliarden Euro wurden mit einer fünfjährigen Anleihe eingesammelt, für die der Zins auf 3,26 von 3,23 Prozent stieg.

„Das Ergebnis ist besser ausgefallen als erwartet“, sagte Analyst Emile Cardon von der Rabobank. Allerdings berge der ungewisse Ausgang der für den 24. und 25. Februar angesetzten Parlamentswahl die Gefahr, dass die Anleger wieder höhere Risikoprämien verlangen könnten. „Das größte Risiko für den Markt ist, dass das politischen Wirrwarr zurückkehrt“, sagte Cardon. „Noch haben die Investoren Vertrauen, dass Italien das Richtige tun wird.“

Bereits am Donnerstag hatte das Land mit kurzfristigen Papieren seine Kassen erfolgreich gefüllt und insgesamt 11,75 Milliarden Euro eingesammelt.

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    1 Kommentar zu "Staatsanleihen: Italien leiht sich weitere Milliarden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Solange nicht ein Minimum an Protektionismus den schwächeren Eurowirtschaften erlaubt wird, werden wir aus der Krise nicht kommen.
      Wir müssen durch geeignete Maßnahmen dafür sorgen dass in der Eurozone eine Wirtschaftskonvergenz erreicht wird.
      Das können die schwächere Euroländer aus eigener Kraft nicht schaffen, nur durch eine Änderung der EU-Verträge kann dies erreicht werden. Der von Merkel-Deutschland erzwungenen Sozial- und Lohndumping verschärfen nur die Divergenzen. Dadurch zwingen wir diese Länder zu einer Art Bannrepubliken zu mutieren, als Billiglohnländer abgestuft werden diese Euroländer die Währungsunion destabilisieren und schließlich zum Kollabieren bringen.
      Man muss diese Euroländer gewisse Begünstigungen gewähren damit mehr Industrieinvestitionen dort getätigt werden. Nur durch die Mehreinnahmen können dort ausgeglichene Haushalte erreicht werden.

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