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Staatsdefizit Portugal nimmt 11,5 Milliarden Euro Schulden auf

Die Ausgabe von Staatsanleihen soll die Hilfszahlungen für Portugal ergänzen - sie allein könnten die Rückzahlung alter Schulden im Herbst nicht decken. Nächsten Mittwoch kommen kurzfristige Anleihen auf dem Markt.
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Der portugiesische Premier Jose Socrates. Quelle: dpa

Der portugiesische Premier Jose Socrates.

(Foto: dpa)

Lissabon Das wirtschaftlich angeschlagene Portugal will in diesem Jahr auf den Finanzmärkten Kredite in Höhe von 11,5 Milliarden Euro aufnehmen. Der Netto-Finanzbedarf des Staates für das Jahr 2013 dürfte sich um die 11,5 Milliarden Euro bewegen, teilte Portugals Schuldenmanagementbehörde am Freitag mit. Der Staat wolle auch 2013 das internationale Hilfsprogramm durch die Ausgabe von Schuldscheinen auf den Finanzmärkten ergänzen.

Portugal hat im Mai 2011 von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds ein Hilfsprogramm in Höhe von 78 Milliarden Euro erhalten. Jedoch gab das Land auch weiter kurzfristige Staatsanleihen aus. Bis Ende des Jahres will es auch auf die Märkte für mittel- und langfristige Schuldpapiere zurückkehren. Am kommenden Mittwoch sollen Anleihen mit kurzer Laufzeit in Höhe von bis zu 2,5 Milliarden Euro ausgegeben werden.

Im September muss Portugal eine bedeutende Summe an Schulden zurückzahlen, die nicht vollständig durch die Hilfszahlungen gedeckt wird. Im Oktober gelang es Lissabon im Zuge einer Einigung mit den Gläubigern, die fällige Summe auf 5,83 Milliarden Euro zu reduzieren. Weitere 3,76 Milliarden Euro Schulden, die im September eigentlich fällig wären, sollen gemäß dieser Einigung in Schuldscheine mit einer Laufzeit bis 2015 umgetauscht werden.

  • afp
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