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Staatskrise Trump ruft Militär in Venezuela zu Abkehr von Maduro auf

US-Präsident Trump strebt einen friedlichen Führungswechsel in Venezuela an. Dennoch hält er sich „alle Optionen offen“ und schickt eine Warnung an Venezuelas Militär.
Update: 19.02.2019 - 02:15 Uhr Kommentieren
Der US-Präsident hat das venezolanische Militär davor gewarnt, Präsident Nicolas Maduro an der Macht zu halten. Quelle: Reuters
Donald Trump

Der US-Präsident hat das venezolanische Militär davor gewarnt, Präsident Nicolas Maduro an der Macht zu halten.

(Foto: Reuters)

MiamiUS-Präsident Donald Trump hat den Militärs in Venezuela mit schweren Konsequenzen gedroht, wenn sie den umstrittenen Staatschef Nicolás Maduro weiter unterstützen. „Wenn ihr euch für diesen Weg entscheidet, werdet ihr keinen sicheren Hafen finden und keinen Ausweg. Ihr werdet alles verlieren“, sagte Trump am Montagnachmittag bei einer Rede in Miami an die Adresse der venezolanischen Militärs, die noch an der Seite Maduros stehen.

Trump forderte das Militär eindringlich auf, die an der Grenze bereitstehenden Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Das humanitäre Desaster müsse ein Ende haben, mahnte er. „Lasst euer Volk gehen. Setzt euer Land frei“, erklärte Trump. An die Adresse der Unterstützer des Maduro-Regimes sagte der US-Präsident: „Beendet diesen Alptraum von Armut, Hunger und Tod.“

Trump betonte, die USA „wollen einen friedlichen Machtwechsel, aber alle Optionen sind offen.“ Die US-Regierung schließt seit Wochen explizit nicht aus, im Zweifel auch militärisch in Venezuela einzugreifen, falls Maduro nicht freiwillig abtreten sollte.

Venezuelas umstrittener Präsident schoss mit scharfer Kritik zurück. Trump habe bei seinem Auftritt in Miami „fast nazimäßig“ geklungen, sagte Maduro in einer vom Staatsfernsehen übertragenen Reaktion am Montag. Der US-Präsident bilde sich wohl ein, er könne dem venezolanischen Militär Befehle erteilen. „Wer ist der Kommandeur der Streitkräfte, Donald Trump aus Miami?“, fragte Maduro. „Die denken, sie sind die Eigentümer des Landes.“

In Venezuela tobt seit Wochen ein Machtkampf zwischen der Opposition und der sozialistischen Regierung. Parlamentschef Juan Guaidó hatte sich am 23. Januar selbst zum Interimspräsidenten erklärt und Maduro damit offen herausgefordert.

Das erdölreichste Land der Welt leidet unter einer schweren Versorgungskrise. Viele Menschen hungern, in den Krankenhäusern fehlt es an Medikamenten und Material. Seit mehr als einer Woche stehen an der Grenze Kolumbiens zu Venezuela Laster mit Hilfsgütern bereit. Das venezolanische Militär lässt sie auf Geheiß Maduros aber nicht passieren. Maduro hält die humanitäre Hilfe für einen Vorwand für eine militärische Intervention und will sie nicht ins Land lassen.

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