Staatspleite Puerto Rico „Unsere Gläubiger müssen Opfer bringen“

Jetzt sind die Anderen dran: Puerto Rico will von seinen Gläubigern weitere Zugeständnisse erwirken. Das von der Staatspleite bedrohte US-Territorium kann einen Schuldenberg von 72 Milliarden Dollar nicht zurückzahlen.
Kommentieren
Dem US-Territorium droht der Bankrott. Quelle: ap
Straßenmusikant in San José

Dem US-Territorium droht der Bankrott.

(Foto: ap)

San JoséDas hoch verschuldete US-Territorium Puerto Rico fordert von seinen Geldgebern Zugeständnisse. „Die Puerto Ricaner haben bereits Opfer gebracht. Jetzt müssen die Gläubiger auch Opfer bringen und sich freiwillig hinsetzen, um mit uns zu verhandeln“, sagte Gouverneur Alejandro Garcia Padilla am Freitagabend.

Seiner Einschätzung nach kann der Schuldenberg von 72 Milliarden Dollar nicht zurückgezahlt werden. Zuletzt hatte das US-Außengebiet große Teile einer fälligen Überweisung nicht beglichen.

Es wird damit von den Rating-Agenturen als pleite angesehen.

Staatsanleihen werden traditionell häufig von Banken und Fondsgesellschaften vertrieben. Ein Sprecher der Deutschen Bank sagte dem Wirtschaftsblatt „Euro am Sonntag“ laut Vorabbericht, auch Kunden des Frankfurter Instituts hätten Puerto-Rico-Papiere gezeichnet. 65 Millionen Euro entfielen dabei auf Kunden in den USA, knapp eine Million auf Klienten in Europa. Der Großteil des Geldes liege in Spezialfonds für institutionelle Kunden, der Rest in Fonds für Privatkunden.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • rtr
Startseite

0 Kommentare zu "Staatspleite Puerto Rico : „Unsere Gläubiger müssen Opfer bringen“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%