Staatsverschuldung Rettungsschirm-Chef will Zypern schneller helfen

Die Finanzminister der Euro-Zone haben ihre Arbeit an einem Rettungspaket aufgeschoben. Das findet der Chef des Euro-Rettungsschirms falsch. In seiner Begründung blickt er auch skeptisch nach Italien.
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Mit dem Schuldenschnitt für Griechenland gerieten die zypriotischen Banken ins Schleudern. Quelle: dapd

Mit dem Schuldenschnitt für Griechenland gerieten die zypriotischen Banken ins Schleudern.

(Foto: dapd)

ParisVon dem hoch verschuldeten Zypern geht nach Einschätzung des Chefs des Euro-Rettungsschirms, Klaus Regling, eine Gefahr für andere Länder der Euro-Zone aus. Er forderte deshalb in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der französischen Tageszeitung "Le Figaro" eine rasche Entscheidung über die geplanten Finanzhilfen.

"Wir benötigen eine baldige Entscheidung." Auch von der anstehenden Parlamentswahl in Italien gehe ein Risiko in der Schuldenkrise aus, ergänzte Regling. Die Finanzminister der Euro-Zone haben die Ausarbeitung eines Rettungspaketes auf kommenden Monat verschoben. Sie wollen das Ergebnis der Präsidentenwahl in Zypern abwarten, die am Sonntag mit einer Stichwahl beendet wird.

Zypern ist von der Staatspleite bedroht und braucht dringend Hilfen von rund 17 Milliarden Euro - das entspricht der jährlichen Wirtschaftsleistung des Landes. Nach dem Schuldenschnitt für Griechenland waren die vergleichsweise überdimensionierten Banken in Zypern in Not geraten.

Bleibt Zypern in der Euro-Zone?

Nach Darstellung des Chefs der Arbeitsgruppe der Euro-Finanzminister, Thomas Wieser, sollen die Hilfen spätestens Ende März fließen. Es sei aber noch zu früh, um zu sagen, wie diese genau aussehen würden, sagte Wieser am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) warnte am gleichen Tag vor einem Zahlungsausfall Zyperns.

  • rtr
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12 Kommentare zu "Staatsverschuldung: Rettungsschirm-Chef will Zypern schneller helfen"

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  • Also das klitzekleine Zypern ist eine Gefahr?
    Wenn dort eine Bank pleite geht die viel russisches Schwarzgeld hat, gehen wir alle pleite
    Will dieser Regling uns verar....?
    und dann sagt er noch:
    Auch von der anstehenden Parlamentswahl in Italien gehe ein Risiko in der Schuldenkrise aus...
    So, so, also haben wir längst die Diktatur Europa.
    Diese Herren in Brüssel zeigen es immer mehr

  • Der Ausverkauf Deutscher Interessen geht weiter.

    Früher war der "Dolchstoß" eine Legende, jetzt ist er Realität und wir werden noch bluten ohne Ende!

  • "Von dem hoch verschuldeten Zypern geht nach Einschätzung des Chefs des Euro-Rettungsschirms, Klaus Regling, eine Gefahr für andere Länder der Euro-Zone aus."

    OK, das ist jetzt eine Behauptung. Eine Einschätzung...also etwas Hypothetisches. Das bedeutet konkret es kann ganz anders auch sein und es werden keinerlei Fakten gebracht, die diese These unterstützen.

    Wie wäre es denn mal, um mit konkreten Fakten das Ganze zu unterlegen? Seit Jahren wird man mit irgendwelchen Behauptungen, Vermutungen überschüttet, aber dass das Ganze mal wirklich faktisch unterlegt wird, darauf kann man lange warten.

    Wo bitte bleibt da jegliche Form von Glaubwürdigkeit bzw. Professionalität?!
    Oder traut man sich nicht den Bürgern reinen Wein einzuschenken, weil die Situation so verfahren ist?

  • Es geht nicht um Zypern. Es geht nicht um Deutschland.
    Es geht um eine andera Agenda.
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ZIFjxHc0mJc

  • Aber natürlich, der EHRLICHE* Deutsche Steuerblecher muss unbedingt schnell ALLE korruten, maroden un gangster-artigen Inseln, Länder und Regime 'retten'. Weshalb? Damit diese weiterhin ihre netten Geschäftchen gestalten können. *Da der 'andere' schlieslich sowieso nicht mitmacht.

  • 'Zypern' ?

  • Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) warnte am gleichen Tag vor einem Zahlungsausfall Zyperns.
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    Ja, wenn S&P warnt, dann muss unsere Kohle aber sehr schnell "fließen" - aber pronto, wenn ich bitten darf!

    Umso schneller wird der Euro in sich zusammenbersten. Je mehr und je öfter "gewarnt" und "gefordert" wird, umso eher wird den Bürgern (Nord-)Europas klar, dass wir mit dem bestehenden System und deren Apologeten aufräumen müssen. Sie erweisen den Eurokritikern einen Bärendienst. Danke dafür, ihr .......

  • Alles klar , Herr Regling, während Sie mit unserem Steuergeld russisches Schwarzgeld schützen gehen wir mal ´ne Runde arbeiten, damit Ihr Geldtöpfchen immer schön gefüllt bleibt.

    Wenn den Europhantasten der Prozess gemacht wird werden Sie dafür in der ersten Reihe sitzen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Genau, das dauert alles zu lange, schließlich warten die russische Mafia bzw. die Oligarchen auf ihr gewaschenes Steuerzahlergeld aus Brüssel.

    Frei nach der Politbürovorsitzenden Merkel:
    Stirbt Zypern, stirbt Europa

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