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Alu-Fabrik in China

Trump will Strafzölle von 25 Prozent auf Importe von Stahl und von zehn Prozent auf Aluminium erheben.

(Foto: dpa)

Stahl und Aluminium Trump denkt bei Strafzöllen über Ausnahmen für bestimmte Länder nach

Die US-Strafzölle sollen spätestens am Freitag in Kraft treten. Für bestimmte Länder könnte es Ausnahmen geben. Doch Zollgegner geben nicht auf.
Update: 08.03.2018 - 04:08 Uhr 2 Kommentare

Washington, New YorkUS-Präsident Donald Trump steht kurz davor, die US-Strafzölle auf Stahl und Aluminium in Kraft treten zu lassen. Am Donnerstag soll es soweit sein. Möglicherweise werde das entsprechende Dokument auch erst am Freitag unterzeichnet, hieß es am Mittwoch aus dem US-Präsidialamt.

Die Zollgegner geben derweil nicht auf und versuchen, Trump in letzter Minute noch umzustimmen. Widerstand kommt dabei auch verstärkt aus der Partei des Präsidenten. 107 Republikaner im Repräsentantenhaus haben am Donnerstag in einen Brief an das Weiße Haus ihre „tiefe Besorgnis“ über die weltweiten Zölle ausgedrückt.

Der Abgeordnete Kevin Brady sagte laut „Wall Street Journal“, der Brief habe zum Ziel, Trump dazu zu drängen, „die Idee von breiten Zöllen mit vielen unbeabsichtigten negativen Konsequenzen zu überdenken“.

Auch der Chef der US-Großbank Morgan Stanley, James Gorman, reihte sich in die Schar der Kritiker von Trumps Zoll-Plänen ein. „Das größte Problem, das dieses Land hat, ist nicht das Handelsdefizit, sondern das Haushaltsdefizit“, sagte der Manager im Sender CNBC. Die Zollpläne nannte Gorman „eine schlechte Idee“. Auch internationale US-Handelspartner kritisieren die Zoll-Pläne scharf und richten sich auf Gegenmaßnahmen ein.

Das Weiße Haus kündigte am Mittwoch zudem an, dass Mexiko und Kanada von den geplanten Strafzöllen ausgenommen werden könnten. Auch andere Länder könnten eine Ausnahmeregelung erhalten. Doch das würde von Fall zu Fall und je nach Land entschieden, sagte Pressesprecherin Sarah Huckabee Sanders. Dabei spiele die nationale Sicherheit eine Rolle.

Die Offenheit gegenüber einzelnen Ausnahmen stellt eine Abkehr von der zunächst veröffentlichten Linie dar. Noch vor wenigen Tagen hieß es, dass es keine Ausnahmen geben werde. Trump will Strafzölle von 25 Prozent auf Importe von Stahl und von zehn Prozent auf Aluminium erheben.

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2 Kommentare zu "Stahl und Aluminium: Trump denkt bei Strafzöllen über Ausnahmen für bestimmte Länder nach"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich habe im Handelsblatt gelesen, dass es noch aus der Zeit des kalten Krieges tatsächlich ein Zollungleichgewicht zwischen EU und USA gibt, US-Auto nach Deutschland: 10% Zoll, anders herum nur 2 %?

    Meine Lösung: das sollte tatsächlich symmetrisch sein, also 2% für beide Seiten! Und BMW wird es freuen!!!

  • Ich finde den Begriff "Strafzoll" grenzwertig. Letztlich handelt es sich um ein legitimes Mittel eines Einfuhrzolls auf bestimmte Waren. Allerdings kann man schon an der Wahl des Begriffs erkennen wie negativ sich das auf das Image auswirkt. Unter "Freunden" sollte man sehr sensibel mit der Wortwahl sein. Im übrigen mit entsprechenden Zöllen auf amerikanische Produkte zu reagieren finde ich nicht wirklich ein adäquates Mittel. Einfach mal aussitzen und den günstigen Orangensaft weiter einführen. Das wird Europa nicht wirklich in den Ruin treiben denn letztlich muss es eh der Konsument zahlen.