Starbucks, Apple, Amazon: US-Gewerkschaften erleben Rekordjahr – Unternehmen sind alarmiert
Der Streik der US-Eisenbahn wurde in letzter Minute abgesagt.
Foto: ReutersNew York. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 haben sich in den USA 641 neue Gewerkschaften gegründet und damit Unternehmen unter Druck gesetzt. Die Zahl der Gründungen ist so hoch wie seit 20 Jahren nicht, zeigen von Bloomberg ausgewertete Daten des National Labor Relations Board (NLRB). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der Wert um 80 Prozent.
So schlossen sich etwa die Mitarbeiter von mehr als 200 Starbucks-Filialen zusammen. Die Kaffeehaus-Kette reagierte mit einer umstrittenen Maßnahme: Sie kündigte an, den Stundenlohn für jene Filialen zu erhöhen, die weiterhin nicht gewerkschaftlich organisiert sind.
Die Gewerkschaften fordern Gleichstellung. Das Unternehmen argumentiert, solange es keinen geregelten Verhandlungsprozess gebe, könnten die Löhne in den gewerkschaftlich organisierten Filialen nicht erhöht werden.
Seitdem kämpft die ALU stetig gegen den Handelsriesen, der immer wieder wegen der Behandlung seiner Arbeiter in der Kritik steht. Amazon erkennt die Gewerkschaft bis heute nicht an. Der Konzern sieht Fehler in der Abstimmung, die zur Gründung der ALU geführt hatte.