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Steinmeier besucht Iran Aufhebung der Iran-Sanktionen nicht vor Ende Januar

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„Unglaubliche Neugier“
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier besucht am Sonntag den Basar in Teheran. Quelle: dpa
Offen für kulturelle Annäherung

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier besucht am Sonntag den Basar in Teheran.

(Foto: dpa)

Steinmeier besuchte zudem eine Alumni-Veranstaltung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) an der Universität von Teheran. Dort warb er für eine kulturelle Annäherung zwischen dem Iran und Deutschland: „Die letzten Jahrzehnte waren geprägt von politischer Eiszeit und auch die wissenschaftlichen, kulturellen und akademischen Verbindungen haben darunter gelitten“, sagte er. Eine politische Annäherung werde noch sehr schwierig bleiben, sagte er mit Blick auf den Syrien-Konflikt. Im kulturellen Bereich gebe es aber eine "unglaubliche Neugier" aufeinander.

Steinmeier reiste ohne eine Wirtschaftsdelegation nach Teheran. "Bevor es überhaupt eine neue ökonomische Initiative geben kann, muss es unglaublich vielfältige kulturelle Beziehungen geben", sagte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick dazu in Teheran. Kultur sei eine Voraussetzung für Völkerverständigung, sagte Kosslick. Derzeit gibt es rund 6500 iranische Studenten in Deutschland. Ihre Zahl hatte sich zuletzt wieder erhöht, nachdem der Austausch nach der iranischen Revolution im Jahr 1979 zurückgegangen war.

Steinmeier reist am Sonntag weiter nach Saudi-Arabien, wo er unter anderen den saudiarabischen König Salman treffen will. Im Bemühen um einen Frieden in Syrien erwartet der Bundesaußenminister dort ebenso wie im Iran "schwierige Gespräche". Er hob hervor: "Aber entscheidend ist in dieser Phase, dass wir das Gespräch am Laufen halten, dass sich keiner der regionalen Akteure, die wir allesamt brauchen, um die Lage in Syrien zu beruhigen, isoliert und völlig abschottet".

Steinmeiers Ziel ist es, als "Brückenbauer" dafür zu sorgen, dass sich die für einen Frieden in Syrien wichtigen Länder gemeinsam an einen Tisch setzen. "Ob das kurzfristig wirkt, kann niemand sagen", sagte er. "Aber jedenfalls sind solche Anstrengungen angesichts der Lage in Syrien schlicht und einfach notwendig."

Zu den Schlüsselstaaten in dem Konflikt gehört einerseits der Iran, da das Land den syrischen Machthaber Baschar al-Assad unterstützt. Saudi-Arabien unterstützt hingegen gegen Assad kämpfende Rebellen und ist Teil der US-geführten Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die Kontrahenten Iran und Saudi-Arabien lehnen direkte Gespräche derzeit ab.

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  • dpa
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