Steuerhinterziehungs-Vorwürfe Frankreichs Budgetminister gibt sich kämpferisch

Ausgerechnet der Budgetminister Frankreichs soll sein Geld in der Schweiz vor dem Zugriff des Fiskus in Sicherheit gebracht haben. Doch Cahuzac bestreitet alles. Noch hat er dafür die Rückendeckung der Regierung.
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Frankreichs Budgetminister Jérôme Cahuzac. Quelle: AFP

Frankreichs Budgetminister Jérôme Cahuzac.

(Foto: AFP)

ParisDie Pariser Staatsanwaltschaft hat Vorermittlungen gegen Frankreichs Budgetminister Jérôme Cahuzac wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung aufgenommen. Anlass sind seit mehreren Wochen verbreitete Behauptungen des Internet-Magazins Mediapart, Cahuzac habe bis 2010 ein Konto in der Schweiz bei UBS besessen, das er verheimlicht habe.

Cahuzac bestreitet die Angaben und sagte heute, sein Anwalt habe UBS bereits um die Bestätigung gebeten, dass er nie Geschäftsbeziehungen zu der Bank gehabt habe. Über die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sei er „hoch erfreut“, weil die Dinge nun endlich aufgeklärt würden.

Cahuzac hat jedenfalls bislang die Rückendeckung der Regierung. Da Mediapart aber bei seinen Behauptungen bleibt, ist es nach Angaben der Staatsanwaltschaft nun Sache der Behörden, Licht in die Angelegenheit zu bringen.

Cahuzac ist ein brillanter und streitbarer Kopf, der sich in seiner Zeit als Regionalpolitiker mit einem Steuerfahnder anlegte, den er wegen angeblicher Inkompetenz absetzte. Die Beschuldigungen von Mediapart gehen zum Teil auf Aussagen dieses Ex-Beamten zurück. Vor allem aber stützen sie sich auf die Darstellung eines konservativen Politikers, der als Bürgermeisterkandidat vor elf Jahren an Chuzac gescheitert war. Der will ein eigenes Telefongespräch mit Cahuzac mitgeschnitten haben, in dem dieser selber von einem Konto in der Schweiz spreche.

Der Minister arbeitete mehrere Jahre als Schönheitschirurg und brachte es in dieser Zeit auf ein ansehnliches Einkommen. In der Regierung ist er als einer der ganz wenigen, die in der privaten Wirtschaft Erfolg hatten, ein bunter Vogel.

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5 Kommentare zu "Steuerhinterziehungs-Vorwürfe: Frankreichs Budgetminister gibt sich kämpferisch"

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  • Wir habn nie gegen den Franc spekuliert, im gegnteil allein in den 80-end 90ern habn wir den Franc 3 mal gestützt... per BB....

  • Mal davon abgesehen, ob nun Mélenchon oder Cahuzac richtig liegen, was spricht bitteschön dagegen Fremd-Spekulationen, mit der eigenen Währung, einschränken zu wollen? Er sagte ja nicht, daß Dtl. mit dem Euro wirtschaftl. kleingehalten werden soll.
    Nichts gegen Kritik am Euro, aber hier ist sie wohl am Fehl am Platz.

  • "Kein weiterer Kommentar nötig!!!!!!!!!!!!!!!!"
    @geostratege:
    DOCH! Dann wird es mal endlich Zeit, dass wir die Nägel wieder aus der Platte ziehen, damit der angebliche Kohlfreund ordentlich im Grabe rotiert!

  • Aber alle, die das Spiel kennen und entsprechend oeffentlich kommunizieren, werden als Verschwoerungstheoretiker verunglimpft!
    Mir tun nur die Deutschen leid, die dieses ganze Spiel kennen, versuchen die Informationen an die Maioritaet des Dummvolkes zu verbreiten, jedoch letztlich mit dieser Maioritaet klaeglich untergehen!
    Die Politclowns interessieren solche Wahrheiten nicht!

  • Zitat aus dem obigen Artikel:
    "Mélenchon verteidigte sich mit einem ebenso frappierenden Argument: „Mitterrand (der damalige Staatspräsident) hat uns gesagt: ‚Mit der Währungsunion nageln wir den Deutschen die Hände auf die Tischplatte – ihre Zentralbank wird nie wieder gegen unsere Währung spekulieren.‘“

    Kein weiterer Kommentar nötig!!!!!!!!!!!!!!!!

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