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Steuerpläne des US-Präsidenten Trumps törichte Geschenke

Donald Trump plant eine nach eigener Aussage „historische“ Senkung der Unternehmenssteuern. Doch sein Vorhaben wird die US-Wirtschaft kaum stärken. Die Probleme liegen anderswo – bei den Arbeitnehmern. Ein Gastbeitrag.
  • Stephen Roach
06.03.2017 - 13:25 Uhr
Der Autor lehrt an der Yale-Universität. Er war Chefökonom von Morgan Stanley Asien. Sie erreichen ihn unter: gastautor@handelsblatt.com.
Stephen Roach

Der Autor lehrt an der Yale-Universität. Er war Chefökonom von Morgan Stanley Asien. Sie erreichen ihn unter: [email protected]

In den USA stehen „historische“ (Donald Trump) Senkungen der Unternehmensbesteuerung ins Haus. Den US-Unternehmen, so die gewagte Argumentation, werde bisher durch enteignungsgleiche Steuern und belastende Regulierungsvorgaben die Luft abgeschnürt. Es sei an der Zeit, den Unternehmen eine helfende Hand zu reichen.

Doch wirft diese Argumentation die Frage auf: Wenn das Problem so einfach ist, warum wurde diese Lösung bisher noch nicht genutzt? Zunächst einmal ist das Jammern über schwindende Unternehmensgewinne in den USA nicht unbedingt berechtigt. Statistiken des US-Handelsministeriums zeigen, dass die Unternehmensgewinne nach Steuern im dritten Quartal 2016 bei soliden 9,7 Prozent vom Volkseinkommen lagen.

Obgleich dies, bedingt durch ein gedämpftes Wirtschaftswachstum, unter dem Spitzenwert von elf Prozent (2012) liegt, kann es kaum als Beleg für ein chronisches Ertragsproblem herhalten. Dies sind keine schlechten Zahlen; vielmehr liegt der aktuelle Anteil der Gewinne nach Steuern am BIP deutlich über dem Durchschnitt des Zeitraums nach 1980 von 7,6 Prozent.

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