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Stormy Daniels Trump räumt Zahlungen an Pornodarstellerin ein

Donald Trump hat immer bestritten, Schweigegeld an eine Pornodarstellerin gezahlt zu haben. Doch jetzt wendet sich das Blatt.
Update: 03.05.2018 - 18:09 Uhr 7 Kommentare

Schweigegeld-Affäre um Pornostar – „Trump hat das Geld gezahlt“

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat zum ersten Mal Zahlungen seines Anwalts an die Pornodarstellerin Stormy Daniels im Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Affäre eingeräumt. „Geld aus der (Wahl-)Kampagne, oder Beiträge für die Kampagne, haben in dieser Transaktion keine Rolle gespielt“, schrieb Trump am Donnerstag in einer Reihe von Botschaften auf seinem Twitter-Profil.

Er ließ offen, ob er zum damaligen Zeitpunkt gewusst hat, dass sein Anwalt Michael Cohen im Oktober 2016 an Daniels 130.000 Dollar gezahlt hat. Er bestritt zudem weiter, Sex mit Daniels gehabt zu haben.

Trump erklärte, die Summe sei an Cohen zurückerstattet worden. Dieser habe das Geld an Daniels für die Vereinbarung gezahlt, dass die Schauspielerin nicht mehr öffentlich über die mutmaßliche Affäre im Jahr 2006 spricht. Daniels fechtet die Vereinbarung mit Cohen derzeit vor Gericht an und hat Trump zudem wegen Verleumdung verklagt.

Dieser hatte Anfang April an Bord der Präsidentenmaschine „Air Force One“ vor Journalisten erklärt, er habe von der Zahlung an Daniels nichts gewusst. Auf die Frage, ob er wisse, woher das Geld für Daniels kam, antwortete er: „Nein, das weiß ich nicht.“ Der Anwalt von Daniels, Michael Avenatti, sagte dem Sender MSNBC, Trump habe sich selbst mit seinen neuen Tweets womöglich einer weiteren Klage wegen Verleumdung ausgesetzt.

Trump äußerte sich am Donnerstag, nachdem sein Anwalt, der frühere New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani, erklärt hatte, Trump habe von der Zahlung Cohens gewusst. „Soweit ich weiß, kannte er nicht die Einzelheiten, aber generell wusste er, wie Michael solche Dinge klärt“, sagte Giuliani in einem Interview des Senders Fox News. Trump habe aber bis vor ungefähr zehn Tagen die Details der Vereinbarung nicht gekannt, die zum Schutz der Familie von Trump geschlossen worden sei.

Giuliani ist ein langjähriger Freund des Präsidenten und seit April einer seiner Rechtsberater. Wie Trump sagte auch er, der Präsident habe nicht gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung verstoßen, weil das Geld nicht aus Wahlkampftöpfen gekommen sei. Cohen zahlte Daniels das Schweigegeld kurz vor der Präsidentenwahl 2016. Er hatte erklärt, die Summe aus eigenen Mitteln gezahlt und nicht erstattet bekommen zu haben.

Das Thema ist für Trump heikel. Am 9. April durchsuchte das FBI das Büro, die Wohnung und ein Hotelzimmer Cohens. Dabei beschlagnahmten Ermittler E-Mails, Dokumente und Geschäftsunterlagen zu diversen Themen, darunter zu Cohens umstrittener Zahlung.

Die heute 39 Jahre alte Clifford hatte sich in einer Vereinbarung dazu verpflichtet, nicht öffentlich über die sexuelle Begegnung mit Trump zu sprechen. Sie zog vor Gericht, um diese Abmachung zu kippen. Sie argumentiert, dass diese nie gültig gewesen sei, da Trump sie nicht persönlich unterzeichnet habe.

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  • rtr
  • dpa
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7 Kommentare zu "Stormy Daniels: Trump räumt Zahlungen an Pornodarstellerin ein"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wenn ein Anwalt von seinem Mandanten Vollmacht erhält, um einfach und unbürokratisch Dinge für seinen Mandanten zu erledigen, mit denen sich der Mandant aus z. B. einfachen Gründen nicht beschäftigen will, weil zu zeitraubend oder zu lächerlich, dann ist also der Mandant ein Täter?

    Erst recht dann, wenn der Anwalt sich verauslagte Kosten erstatten lässt, wie zum Beispiel Schweigegeld, dass auch durchaus Zahlung auf eine Erpressung sein kann?

    Da nun die Dame inkl. deren Anwalt die erhaltene Zahlung inkl. Vertrag zwischen der "Dame" und Trumps Anwalt bestätigt hat, braucht Trump selbstverständlich nicht zu prüfen, ob er von seinem Anwalt hinsichtlich der Erstattung nicht von ihm abgezockt wurde.

    Wenn man einen Beweis braucht, ob Trump angeblich Schweigegeld gezahlt haben soll, dann wird es schwierig.

    Weil: Die abzockende Seite beruft sich lachhafterweise darauf, dass der geschlossene Vertrag nicht gültig sei - Trump habe nicht selbst unterschrieben.

    Was sagt einem da die Logik?

  • ... na und?

  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Diskutieren erwünscht – aber richtig“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Herr Trump ist halt nobel, zahlt un genießt, der Rest sind nur Neider.

  • Topic ist langweilig geworden.

  • "Trump-Anwalt Guiliani: Trump zahlte Schweigegeld an Pornodarstellerin" - ach nee, jetzt doch. Wie schon wiederholt festgestellt: Trump ist der größte Lügenbaron aller Zeiten - da ist er einsame Spitze.

  • Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Diskutieren erwünscht – aber richtig“ http://www.handelsblatt.com/netiquette