Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Strafmaßnahmen USA verschärfen Handelsembargo gegen Kuba

Die USA machen bestimmte Klagen gegen kubanische Unternehmen und Regierungsstellen möglich. Bei Joint-Ventures sollen ausländische Firmen verschont bleiben.
Kommentieren
Die Verschärfung des Embargo hat wohl nur Symbolcharakter, da die gelisteten Unternehmen keine eigenständigen Geschäftsbeziehungen zu den USA haben. Quelle: dpa
Kuba

Die Verschärfung des Embargo hat wohl nur Symbolcharakter, da die gelisteten Unternehmen keine eigenständigen Geschäftsbeziehungen zu den USA haben.

(Foto: dpa)

Washington/HavannaDie USA haben die Bestimmungen für das jahrzehntealte Handelsembargo gegen das sozialistische Kuba weiter angezogen. Künftig sollen juristische Klagen gegen Firmen und Regierungsstellen aus Kuba möglich sein, die mit nach der Revolution von 1959 konfisziertem Eigentum arbeiten, teilte das US-Außenministerium am Montag in Washington mit. Dies soll auch für Kubaner mit amerikanischem Pass gelten.

Die Regierung von Fidel Castro habe Privatpersonen über Jahrzehnte unrechtmäßig ihr Eigentum entzogen, ohne dafür irgendeinen Ausgleich zu leisten, hieß es vom US-Außenministerium. Erstmals seit 1996 werden solche Klagen damit grundsätzlich ermöglicht - alle bisherigen Regierungen hatten die im Gesetz verankerte Möglichkeit bisher stets ausgesetzt.

Bei manchen der Firmen auf der Liste handle es sich um Hotels, die als Joint Ventures mit ausländischen Unternehmen betrieben werden, doch die US-Regierung lasse keine Klagen gegen die ausländischen Unternehmen selbst zu, hieß es aus dem Außenministerium. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez protestierte gegen die Sanktionen und bezeichnete die Liste der betroffenen Unternehmen auf Twitter als willkürlich.

Der Schritt hat vermutlich ausschließlich symbolischen Charakter, da die 200 aufgelisteten Unternehmen und Regierungseinrichtungen aus Kuba keine eigenständigen Geschäftsbeziehungen oder finanziellen Verflechtungen in den USA haben und so für die US-Justiz kaum greifbar sind.

Die USA haben Kuba als einen der einflussreichen Faktoren auf die Krise in Venezuela ins Visier genommen. Washington geht davon aus, dass Kuba für einen Teil der Korruption im Militär verantwortlich ist, das die Regierung von Präsident Nicolas Maduro an der Macht hält.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
  • ap
Startseite

Mehr zu: Strafmaßnahmen - USA verschärfen Handelsembargo gegen Kuba

0 Kommentare zu "Strafmaßnahmen: USA verschärfen Handelsembargo gegen Kuba"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.