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Strafzölle China geht im Handelsstreit auf die USA zu – Delegation soll nach Washington fliegen

Im Handelsstreit mit den USA unternimmt China einen Anlauf zum Dialog. Eine Delegation soll noch im August nach Washington reisen.
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Der Handelsstreit zwischen den USA und China hatte sich in den vergangenen Wochen immer weiter zugespitzt. Quelle: AP
Xi Jinping und Donald Trump

Der Handelsstreit zwischen den USA und China hatte sich in den vergangenen Wochen immer weiter zugespitzt.

(Foto: AP)

Peking Im Handelsstreit zwischen den USA und China wollen beide Länder noch im August einen neuen Anlauf zur Lösung des Konflikts nehmen. Eine chinesische Delegation angeführt vom stellvertretenden Handelsminister Wang Shouwen werde dazu Ende des Monats auf Einladung der Amerikaner in die USA fliegen, teilte das Handelsministerium in Peking am Donnerstag mit.

Auf US-Seite werde David Malpass, Staatssekretär für internationale Angelegenheiten im Finanzministerium, die Gespräche führen. Und die Zeit drängt.

In der kommenden Woche wollen Washington und Peking neue Zölle auf Güter aus dem jeweils anderen Land verhängen. Die USA hatten angekündigt, Strafzölle in Höhe von 25 Prozent auf chinesische Waren im Umfang von 16 Milliarden US-Dollar (14,11 Milliarden Euro) zu erheben. Betroffen sind 279 Produkte, darunter etwa Metalle, Schmierstoffe, Chemikalien und Elektronik.

US-Präsident Donald Trump stört sich am riesigen Defizit seines Landes im Handel mit China und hat deswegen den Zollstreit vom Zaun gebrochen. Er wirft China auch unfaire Handelspraktiken, erzwungenen Technologietransfer von US-Firmen und Diebstahl geistigen Eigentums vor.

China hat aber bereits eine Liste mit US-Waren veröffentlicht, gegen die Vergeltungsmaßnahmen erhoben werden sollen. Pekings Zölle in Höhe von 25 Prozent sollen demnach hunderte US-Güter betreffen, darunter Diesel und Kohle, Stahlprodukte und Medizintechnik. Das Volumen beträgt ebenfalls 16 Milliarden US-Dollar.

Beide Maßnahmen sollen ab dem 23. August gelten.

Das chinesische Handelsministerium bekräftigte Pekings Haltung gegen „Einseitigkeit und Handelsprotektionismus“, die Regierung akzeptiere keine einseitigen Handelsbeschränkungen. Der Streit zwischen beiden Ländern hatte sich in den vergangenen Wochen immer weiter zugespitzt. Nachdem zunächst die USA auf Anordnung von Präsident Donald Trump Sonderzölle auf chinesische Produkte verhängt hatte, reagierte China mit Gegenmaßnahmen.

Beide Seiten haben zwar durchblicken lassen, die Probleme durch Verhandlungen lösen zu wollen. Allerdings konnte bei einem früheren Treffen zwischen US-Handelsminister Wilbur Ross und Chinas Vizeministerpräsident Liu He Anfang Juni keine Einigung erzielt werden. Nun der erneute Versuch.

An den Finanzmärkten kam die Neuigkeit jedenfalls gut an. Die US-Aktienfutures legten zu, der Nikkei-Index in Japan drehte ins Plus. Am Devisenmarkt legte der chinesische Yuan zu.

Mit Agenturmaterial.

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