Strafzölle USA senden China im Handelsstreit eine To-do-Liste

Die USA haben China einem Bericht zufolge im Handelsstreit eine Liste von Aufgaben geschickt. Die Volksrepublik soll unter anderem Zölle auf US-Autos senken.
Update: 26.03.2018 - 11:58 Uhr 9 Kommentare

„Der Handelskrieg wird das ganze Jahrhundert bestimmen“

PekingIm drohenden Handelskrieg haben die USA einem Medienbericht zufolge China aufgefordert, Zölle auf amerikanische Autos zu senken und US-Firmen größeren Zugang zu seinem Finanzsektor einzuräumen. Außerdem solle die Volksrepublik mehr Halbleiter aus den USA importieren, berichtete das „Wall Street Journal“ am Montag unter Berufung auf Insider.

US-Finanzminister Steven Mnuchin und der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer hätten dem stellvertretenden Ministerpräsidenten Liu He eine Liste von Aufgaben geschickt, die die US-Regierung erfüllt sehen wolle. Mnuchin erwäge einen Besuch in Peking, um Verhandlungen zu führen. Ein Sprecher des US-Finanzministerium bestätigte weder den Brief an Liu noch Pläne Mnuchins für eine China-Reise.

Einem Bericht der „Financial Times“ zufolge ist China bereit, mehr Halbleiter aus den USA zu kaufen. Dies solle dazu beitragen, den Handelsüberschuss abzubauen, berichtete die Zeitung am Montag unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Kreise. Dazu sollten einige Aufträge von Südkorea und Taiwan umgeleitet werden. Das chinesische Handelsministerium bekräftigte, es werde Maßnahmen ergreifen, um die Interessen chinesischer Firmen resolut zu schützen.

Am Wochenende hatten Mnuchin und Liu miteinander telefoniert, um die Chancen für eine Annäherung auszuloten. „Sie haben auch das Handelsdefizit zwischen unseren beiden Staaten diskutiert“, sagte der Sprecher des US-Finanzministeriums. Beide hätten sich bereiterklärt, den Dialog fortzusetzen, um einen für beide Seiten gangbaren Weg zu finden, das Defizit zu verringern. Am Montag sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking, dass man bereit sei, in Gesprächen mit den USA Differenzen auszuräumen.

Die USA haben China aufgefordert, seinen Handelsbilanzüberschuss gegenüber den USA in Höhe von 375 Milliarden Dollar um 100 Milliarden zu senken.

Seit Freitag müssen Firmen aus China und anderen Ländern auf Stahl- und Aluminiumeinfuhren in die USA neue Zölle zahlen. Für eine Reihe von Staaten und die EU, zu denen die Vereinigten Staaten besonders enge Handelsbeziehungen pflegen, gibt es vorläufige Ausnahmen. Sie gelten bis zum 1. Mai und sollen nach dem Willen der EU in weiteren Verhandlungen auf Dauer festgezurrt werden.

China plant im Gegenzug Zölle auf US-Produkte wie Früchte und Wein im Wert von drei Milliarden Dollar vor. Weitere Maßnahmen könnten folgen, zum Beispiel Abgaben auf Flugzeuge, Autos, Halbleiter und Sojabohnen. Das könne insbesondere US-Konzerne treffen, die einen erheblichen Teil ihres Umsatzes in China machen, sagte Volkswirt Alex Wolf von Aberdeen Standard Investment.

„US-Unternehmen wie Apple, Microsoft, Starbucks, GM, Nike und andere könnten so in die Schusslinie geraten.“ An den Finanzmärkten hatte die Furcht vor einem Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt bereits für eine Abkühlung gesorgt.

  • rtr
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9 Kommentare zu "Strafzölle: USA senden China im Handelsstreit eine To-do-Liste"

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  • Laut Focus-Online :

    Der nächste Schritt im Handelskrieg
    China bietet Öl-Handel in eigener Währung an - Attacke auf den US-Dollar

    ..........................

    Solches Handeln ist Kindergarten.

    Wer so wie CHINA die Macht des US-DOLLAR noch nicht verstanden hat und von Luft Schlösser träumt , lebt an der Realität vorbei.

    Das Land daß sich erst die Chinesische Währung erkaufen müßte würde drauf legen am ende des Gesamten Geschäftes und dabei sich noch mehr von CHINA abhängig machen.

    Aber laßt ruhig so mancher Nation sich in Ölschulden bei den Chinesen sich verschulden, weil wenn dann CHINA seine schulden einzutreiben beginnen müssen dann werden mancher hinter schnell wach und bedauern es schnell, aber leider dann zu spät.

    :-))))))))))))

  • Leider haben wie in Europa keine Trump, sondern nur Hosenanzüge der schlechten Qualität. Andernfalls würden die Europäer Listen schreiben.

  • @ Carlos Santos

    So ist es, Herr Santos.
    Aber versetzen Sie sich einmal in die Lage der Chinesen (obwohl es eigentlich falsch ist, von "den Chinesen" als Kollektiv zu sprechen: jeder individuelle Chinese hat nämlich eigene Ziele und Wünsche - und die Ziele und Wünsche eines einfachen chinesischen Arbeiters können daher auch niemals etwa denen des chinesischen Parteichefs entsprechen):
    Sie haben über Jahrzehnte den Amerikanern Dollar-Schulden-Müll (US-Treasuries) in Billionen-Höhe abgenommen. Die Amis haben dafür im Tausch viele schöne nützliche (und auch unnütze) Dinge von den Chinesen bekommen. Und nun haben die Chinesen natürlich Angst, dass ihre Ersparnisse entwertet / weginflationiert werden. Denken Sie an die Worte von Alan Greenspan: "The United States can pay any debt it has, because we can always print money to to that."
    China muss >1,3 Milliarden Menschen ernähren, und es ist nicht autark. Da kann es einem selbstredend nicht gefallen, wenn möglicherweise ein Großteil der Ersparnisse flöten geht. Also bleibt ihnen überhaupt nichts anderes übrig, als den Dollar-Schulden-Müll nach und nach in reale Werte umzutauschen - und zu diesen realen Werten gehören eben auch Unternehmen in Europa.

  • Herr Old Harold
    26.03.2018, 13:23 Uhr

    China sollte seine US-$-Geld-Reserven, umgehend in Sachwerte wie Immobilien, Industriebeteiligungen und Gold, sowie dringend erforderliche Bar-Reserven in andere Währungen umtauschen

    Geht dann der US-$ auf Talfahrt, sollte China den USA eine to-do-Liste senden, wie der Wertverfall der US-Währung wieder zu stoppen wäre.
    ...................

    CHINA TAUSCHT SCHON LANGE SEIN WERTLOSES GELD IN GOLD, PLATIN und in WELTWEIT BENÖTIGTE ROHSTOFFE UM und betreibt schon lange ROHSTOFF MONOPOLE die den Ganzen Globus in der Freier Marktwirtschaft drastisch einschrenken und somit die Weltwirtschaft gefährdet !!!

    EINE TO-DO-LISTE bekommt bald die Europäische Union aus CHINA da CHINA alle Strategische Punkte und Wirtschaften Europas langsam aber sicher aufkauft und bereits in Deutschland auch massiv Immobilien ankauf um hinterher dessen Mieten zu erhöhen.
    In einem Europa wo nicht einmal diese EU die genaue Anzahl der Obdachlosen die es im EU-bereich gibt wissen will.

    EINE TO-DO LISTE bekommt dann Europa in nicht einmal 10 Jahren von CHINA weil CHINA dann HERR ÜBER EUROPA IST !


  • China sollte seine US-$-Geld-Reserven, umgehend in Sachwerte wie Immobilien, Industriebeteiligungen und Gold, sowie dringend erforderliche Bar-Reserven in andere Währungen umtauschen

    Geht dann der US-$ auf Talfahrt, sollte China den USA eine to-do-Liste senden, wie der Wertverfall der US-Währung wieder zu stoppen wäre.

  • @ Carlos Santos

    Das größte Problem für Trump sind weder die Demokraten (= "Libtards") noch die Hauptstrommedien in den USA, die ihn abgrundtief hassen, noch sind es die ausländischen Politiker, sondern es ist der "Tiefe Staat" oder "The Swamp" ("Der Sumpf"), der auch die Partei der Republikaner voll unterwandert hat. Dies ist das eigentliche Machtkartell (bestehend aus korrupten hochrangigen Mitgliedern von Legislative, Exekutive und Judikative, Medien, Industriekartellen (-> MIK z.B.) und insbesondere auch der Falschgeldkrake).
    Und ganz offensichtlich wird Trumps Wirtschaftspolitik von diesem "Swamp" sabotiert:
    Trump will Steuersenkungen, damit sich mittelfristig dadurch das Steueraufkommen erhöht (-> Laffer-Kurve). BIS es sich erhöht, muss er jedoch verstärkt "Deficit Spending" (Schuldenfinanzierung) betreiben. Wenn jetzt der Fed-Chef die Leitzinsen erhöht, dann verteuert sich aber die Neuverschuldung. Offensichtlich arbeitet die Fed also gegen Trump.
    Was bereits Reagans großer "Fehler" bei seiner Reaganomics war - nämlich dass er sich gleichzeitig monströs für sündhaft teure Rüstungsprogramme verschuldete (wie hier letzte Woche beschrieben) - das geschieht jetzt wieder: die Republikaner haben irrsinnige schuldenfinanzierte Militär- und Rüstungsausgaben beschlossen. Insbesondere die Neocons in der Republikanischen Partei scheinen also hier gegen Trump zu arbeiten.
    Trump muss also jetzt in der Tat schnellstmöglich den Sumpf im eigenen Lande trockenlegen - sonst geht Amerika im Sumpf unter.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Bis jetzt hat Trump nur einen Stein ins Wasser geworfen der Wellen verursacht hat . Nun kann man die Reaktionen sehen und dann handeln. Das Amerika eines frühen Tages von China oder Asien wirtschaftlich abgehängt wird liegt auf der Hand. Also macht er das was er am besten kann .Amerika First! Der Weg zu einem wirtschaftlichen erkennbaren Vorteil für Amerika muss man abwarten. Ihn ständig zu bekämpfen mit alten Nutten z.B die sich wichtig machen wollen ist ja krank. Die Sexsucht in Washingston ist doch bekannt bei vielen
    Senatoren und Möchtegern Politikern. Wer CNN sich ansieht erkennt , dass Trump das Programm vollständig ausfüllt. Hier sieht man wie das etablierte Gutmenschentum einen Krieg gegen Trump und für das eigene Überleben betreibt.

    Irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht wo alles geliefert wurde und dann wird die Wirtschaftsleistung weniger. Vor allen wenn immer mehr Staaten aus den ärmeren Zonen dazu kommen , die auch leben möchten. Das möchten die Industriestaaten nicht wirklich, Das ist wie bei uns , es muss eine erkennbare Armut als Warnung geben
    und man soll mit den Hilfeleistungen Glücklich sein. Das wird auch im Großen auf der Welt betrieben.

  • Wie mehr Halbleiter aus den USA importieren? Das wird doch fast alles in Asien hergestellt?
    Die Chinesen können auch 0% Zoll auf US Autos vergeben, die werden trotzdem nicht gekauft. Die einheimischen Auto-Marken sind günstiger und bei den Premium Marken werden sowieso deutsche Marken bevorzugt. Auch kann die Regierung über die staatlich gesteuerten Medien die Verbraucher aufhetzen und das war es dann mit den Verkauf von US Autos.

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