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US-Delegation in Peking

US-Finanzminister Mnuchin (Mitte) versucht die Wogen mit China, dem größten Handelspartner der USA, zu glätten.

(Foto: AFP)

Strafzölle USA und China nähern sich im Handelsstreit an

Die Gespräche zwischen den USA und China kommen offenbar voran, obwohl die Chinesen ihren Handelsüberschuss nicht reduzieren wollen.
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PekingDie USA und China haben sich in den Verhandlungen zur Vermeidung eines Handelskrieges offensichtlich angenähert. In mehreren Punkten sei bei den Gesprächen der beiden hochrangigen Delegationen in Peking eine Einigung erzielt worden, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag.

Der Agentur zufolge tauschten sich die Delegationen darüber aus, die US-Exporte nach China zu erhöhen. Zudem sei es um den Dienstleistungssektor, den Schutz geistigen Eigentums und die Ausweitung von Investitionen auf beiden Seiten gegangen. Auch Zölle und andere Handelsbeschränkungen seien zur Sprache gekommen. Details wurden zunächst nicht bekannt gegeben.

Die Gespräche, bei denen Finanzminister Steven Mnuchin und stellvertretenden chinesischen Regierungschef Liu He anwesend gewesen seien, seien offen, effizient und konstruktiv geführt worden.

In anderen Fragen gebe es aber noch relativ viel Uneinigkeit. Beide Seiten seien jedoch gewillt, den Disput im Dialog zu lösen. Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge hatte die chinesische Seite einen früheren Vorschlag der US-Seite als unfair abgelehnt.

Dem Bericht zufolge forderten die Amerikaner anfangs, dass China seinen Handelsüberschuss gegenüber den USA bis 2020 um 200 Milliarden Dollar abbaut. Der Vorschlag sei China vor Beginn der Gespräche übermittelt worden.

US-Präsident Donald Trump wirft China Dumping-Preise vor

Die USA verlangten zudem einen Stopp von Subventionen für High-Tech-Firmen. China solle alle Zölle auf ein Niveau senken, das nicht über dem der USA liege, hieß es weiter. Inwieweit die US-Seite unter Leitung von Mnuchin während der Gespräche mit dem von diesen Positionen abrückte, war zunächst unklar.

Vor Beginn der zweiten Verhandlungsrunde hatte sich Mnuchin verhalten optimistisch geäußert. „Wir haben sehr gute Gespräche“, sagte er am zweiten Tag seines Besuchs in der chinesischen Hauptstadt. Weiter äußerte er sich zunächst nicht.

„Die USA erkennen ihren Fehler nicht“

Ein Durchbruch mit einem grundlegenden Wandel der chinesischen Wirtschaftspolitik galt zunächst als unwahrscheinlich. Allerdings könnte China mit einem kurzfristigen Entgegenkommen einen Aufschub bei angedrohten US-Importzöllen erhalten und damit mehr Spielraum für weitere Verhandlungen der beiden größten Volkswirtschaften schaffen.

US-Zölle auf Stahl- und Aluminium-Produkte aus China gelten bereits, Einfuhraufschläge auf zahlreiche weitere Produkte könnten ab Juni in Kraft treten. China hat Gegenmaßnahmen angekündigt.

US-Präsident Donald Trump wirft China Dumping-Preise, Diebstahl geistigen Eigentums von US-Firmen und andere unfaire Handelspraktiken vor. Er stellte am Donnerstag via Twitter ein baldiges Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Aussicht.

China ist der größte Handelspartner der USA und weist gegenüber den Vereinigten Staaten einen Exportüberschuss von 375 Milliarden Dollar auf.
Belastet wurden die Beziehungen zwischen den USA und China zuletzt durch Berichte, dass die Volksrepublik Marschflugkörper auf Inseln im Südchinesischen Meer stationiert hat. Das US-Präsidialamt drohte deshalb mit Konsequenzen. 

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  • rtr
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