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Strafzölle USA und China sollen im Handelsstreit kurz vor einer Einigung stehen

Der Handelsstreit zwischen China und den USA scheint bald beigelegt. Noch in diesem Monat könnten Trump und Xi ein Abkommen unterzeichnen.
Update: 04.03.2019 - 07:58 Uhr Kommentieren
Trump und Xi scheinen sich zu einigen. Quelle: AFP
Handelsstreit

Trump und Xi scheinen sich zu einigen.

(Foto: AFP)

DüsseldorfChina und die USA haben sich in den Verhandlungen über ein Ende ihres seit Monaten andauernden Handelskrieges weiter angenähert. Nachdem sich die US-Seite positiv über den Verlauf geäußert hatte, war am Montag auch in Peking von „substanziellen Fortschritten“ die Rede.

„Die Geschichte zeigt, dass Kooperation die beste Option für die zwei größten Volkswirtschaften der Welt ist“, sagte Zhang Yesui, der ehemalige chinesische US-Botschafter und derzeitige Sprecher des chinesischen Volkskongresses am Montag. Man hoffe, ein für beide Seiten vorteilhaftes Abkommen abschließen zu können.

Laut eines Berichts des „Wall Street Journal“ sähe eine Einigung geringere Zölle auf amerikanische Exporte aus der Chemie- und Autobranche sowie aus der Landwirtschaft vor. Im Gegenzug würden die USA die meisten, wenn nicht sogar alle Strafzölle fallen lassen, die sie im vergangenen Jahr auf chinesische Produkte erhoben hatten.

„Revolution“ in den Handelsbeziehungen

Das entstehende Abkommen sei auf Basis der Gespräche mit chinesischen Vertretern in Washington im Februar entstanden, heißt es in dem Zeitungsbericht. Es bestünde jedoch immer noch Grund zur Vorsicht: Auf beiden Seiten könne der Deal noch auf Widerstand stoßen. Trotzdem seien die Pläne so weit fortgeschritten, dass bald ein formelles Abkommen zwischen US-Präsident Trump und dem chinesischen Staatsoberhaupt Xi unterzeichnet werden könne.

US-Wirtschaftsberater Larry Kudlow stellte einen Gipfel Ende März in Aussicht. Er sah „praktisch eine Revolution“ in den Handelsbeziehungen zwischen den USA und China.

Die asiatischen Börsen reagierten positiv auf die Nachricht. Der Hang Seng Index kletterte bis 14 Uhr chinesischer Zeit um 0,9 Prozent; während der Shanghai Composite und der Shenzhen CSI 300 sogar um 2,2 Prozent zulegten.

Als Teil des Deals soll China die angekündigte Öffnung der Autobranche beschleunigen und Importzölle unter den aktuellen Stand von 15 Prozent senken. Die Volksrepublik würde außerdem mehr Güter aus den USA kaufen. Der US-Präsident hatte zuletzt das Handelsdefizit Chinas gegenüber den USA kritisiert. Eine dieser Transaktionen könnte ein 18-Milliarden-Dollar-Kauf von Erdgas des US-Unternehmens Cheniere Energy sein.

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Die Länder verhandeln außerdem offenbar über die Gesetzeslage in China, aus Sicht der USA chinesischen Staatsunternehmen bevorzugt. Im Zuge des Deals soll es einen Mechanismus geben, der US-Firmen mehr Rechte zur Beschwerde einräumt. Der Plan sieht bilaterale Treffen vor, in denen beide Seiten etwaige Uneinigkeiten ausräumen können.

Schon seit einigen Tagen hatte sich eine Versöhnung zwischen China und den USA angedeutet. Zuletzt verschob die Regierung in Washington am vergangenen Freitag offiziell eine angedrohte Zollerhöhung. Am vergangenen Freitag wäre offiziell ein 90-tägiger „Waffenstillstand“ ausgelaufen, den beide Seiten am Rande des Gipfels der großen Wirtschaftsnationen Anfang Dezember in Argentinien vereinbart hatten.

Finanzminister Steven Mnuchin hatte am Donnerstag erklärt, dass man bereits an einem detaillierten Handelsabkommen mit China arbeite und in den kommenden Wochen weiter vorankommen wolle.

Tagung des Volkskongresses

Die diesjährige Tagung des Volkskongresses wird am Dienstag den Rechenschaftsbericht von Ministerpräsident Li Keqiang hören. Es wird damit gerechnet, dass der Premier ein niedrigeres Wachstumsziel für die zweitgrößte Volkswirtschaft vorgeben wird. Im Vorjahr hatte Li „rund 6,5 Prozent“ als Ziel für 2018 genannt, während am Ende 6,6 Prozent erreicht wurden. Es war vor dem Hintergrund des Handelskrieges aber das langsamste Wachstum seit fast drei Jahrzehnten. Die Parlamentssitzung endet am 15. März.

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