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Straße von Hormus Möglicherweise zweite iranische Drohne abgeschossen – Unterstützung für europäischen Schutzeinsatz

Der Iran dementiert den Abschuss der ersten Drohne, die USA wollen schon eine zweite abgeschossen haben. Zugleich finden sich Unterstützer für die britische Schutzidee.
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Die USA wollen ein internationales Bündnis schmieden, um den Seeweg zu sichern. Quelle: dpa
US-Soldat an Bord des Zerstörers USS Mitscher im Golf von Oman

Die USA wollen ein internationales Bündnis schmieden, um den Seeweg zu sichern.

(Foto: dpa)

Washington, Brüssel Das US-Militär hat nach eigener Darstellung möglicherweise eine zweite iranische Drohne in der Straße von Hormus abgeschossen. Eine sei sicher abgeschossen worden, sagte der für die Region zuständige US-Kommandeur Kenneth McKenzie am Dienstag dem Sender CBS News. „Möglicherweise gibt es eine zweite.“

In US-Regierungskreisen wurde ebenfalls von der Wahrscheinlichkeit eines zweiten Abschusses in der vergangenen Woche berichtet. Eine iranische Reaktion lag bislang nicht vor.

US-Präsident Donald Trump hatte Donnerstag den Abschuss einer Drohne bekanntgegeben. Die Regierung in Teheran hatte dem widersprochen.

In Brüssel verlautete zugleich, mehrere europäische Staaten unterstützen einen britischen Plan für einen europäischen Einsatz zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Frankreich, Italien, die Niederlande und Dänemark hätten dies signalisiert, erklärten drei hochrangige EU-Diplomaten am Dienstag. Deutschland, Spanien, Schweden und Polen hätten sich zudem interessiert gezeigt.

Die Briten hätten den Vorschlag bei einem Treffen von hochrangigen EU-Vertretern in Brüssel vorgelegt. Die EU solle allerdings nicht direkt involviert sein, die USA und die Nato ebenfalls nicht. Großbritannien und Frankreich könnten gemeinsam das Kommando führen.

Iran kritisiert britische Pläne

Im Iran stießen die britischen Pläne für einen europäischen Einsatz zum Schutz der Schifffahrt im Persischen Golf auf Kritik. Dies würde nur für Unsicherheit sorgen, sagte Vizepräsident Eschak Dschahangiri am Dienstag der iranischen Nachrichtenagentur Irib zufolge. „Es gibt keine Notwendigkeit, eine Koalition zu schmieden, denn solche Koalitionen und die Anwesenheit von Ausländern in der Region schaffen selbst Unsicherheit.“

Der Iran beansprucht für sich, die Sicherheit der Schifffahrtsstraße vor seiner Küste zu gewährleisten. Die USA wollen ein internationales Bündnis schmieden, um den Seeweg zu sichern. Dagegen schlug der britische Außenminister Jeremy Hunt am Montag einen europäischen Schutzeinsatz vor, nachdem der Iran einen britischen Öltanker in der Straße von Hormus festgesetzt hatte.

Die Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean verbindet, ist einer der wichtigsten Schifffahrtswege weltweit. Ein Fünftel der Erdöltransporte gehen durch diese Meerenge.

Die Passage wolle Großbritannien zusammen mit anderen europäischen Staaten schützen, sagte Hunt. Es müsse noch diskutiert werden, wie dies entsprechende US-Pläne ergänzen würde.

Hunt warf der Regierung in Teheran wegen der Festsetzung des britischen Tankers zudem staatliche Piraterie vor. Vor diesem Zwischenfall hatte die britische Marine Anfang Juli vor Gibraltar eine iranischen Öltanker aufgebracht und hält ihn seither fest. Er hat mutmaßlich eine Öllieferung für Syrien an Bord, was gegen EU-Sanktionen verstoßen würde.

Mehr: Die Spannungen am Persischen Golf bestimmen Ölmarkt. Seit vergangenen Freitag sind die Ölpreise um mehr als zwei Prozent gestiegen.

  • rtr
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