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Straße von Hormus USA bereiten sich auf Blockade des Iran vor

Die Straße von Hormus im Persischen Golf ist das Nadelöhr des Ölhandels. Das will der Iran als Reaktion auf das Ölembargo der EU nutzen. Die USA bringen deshalb für eine mögliche Blockade Minenräumfahrzeuge in Stellung.
12.07.2012 Update: 12.07.2012 - 22:48 Uhr 16 Kommentare
Die Straße von Hormus ist eine strategisch bedeutende Meerenge. Quelle: dpa

Die Straße von Hormus ist eine strategisch bedeutende Meerenge.

(Foto: dpa)

Washington Im Streit um eine mögliche Blockade der Straße von Hormus durch den Iran haben die Vereinigten Staaten mehrere dutzend kleine Minenräumfahrzeuge im Persischen Golf in Stellung gebracht. Die ferngesteuerten Geräte vom Typ Sea Fox könnten iranische Unterwasserminen ausfindig machen und zerstören, sagte ein Angehöriger der US-Marine am Donnerstag und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung "Los Angeles Times".

Den Angaben der US-Marine zufolge werden die Minenräumfahrzeuge im Wirkungsbereich der fünften Flotte eingesetzt, die im Golfemirat Bahrain stationiert ist. Nach Angaben des deutschen Herstellers Atlas Elektronik sind die etwas mehr als einen Meter langen Geräte mit einer Unterwasser-Kamera und einem Sonar-Ortungsgerät ausgestattet und können von Minenjagdbooten aus über ein Glasfaserkabel gesteuert werden. Sie haben eine Reichweite von 1000 Metern.

Bereits Anfang Juli hatte die US-Marine Minenräumboote und zusätzliche Kampfflugzeuge in den Persischen Golf verlegt, nachdem der Iran im Falle weiterer Sanktionen mit einer kompletten Blockade der Straße von Hormus gedroht hatte.

Die Meerenge ist mit einer Breite von gerade einmal 50 Kilometern an der schmalsten Stelle das Nadelöhr des Ölhandels. Durch den strategisch wichtigen Wasserweg zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman laufen rund 35 Prozent des per Schiff abgewickelten Ölhandels weltweit. Zahlreiche Golfstaaten sind vom Ölexport über diese Seestraße abhängig.

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    Zum 1. Juli trat als verschärfte Strafmaßnahme im Atomstreit ein Ölembargo der Europäischen Union gegen den Iran in Kraft. Iranischen Medienberichten zufolge wollen Parlamentarier ein Gesetz auf den Weg bringen, das Öltransporte nach Europa durch die Straße von Hormus verbietet.

    Im Atomstreit mit dem Iran sind zudem weitere Strafmaßnahmen zu erwarten. So weiten die USA ihre Sanktionen gegen das iranische Regime aus. Die neuen Strafmaßnahmen richteten sich gegen elf Unternehmen und Einrichtungen sowie gegen vier Einzelpersonen mit Verbindungen zum Teheraner Atomwaffenprogramm, teilte das Außenamt und das Finanzministerium in Washington am Donnerstag mit.

    Mit Sanktionen belegt wurden den Angaben zufolge außerdem eine Reihe von Scheinfirmen unter anderem in Hongkong und Malaysia sowie mehrere iranische Regierungseinrichtungen. Sie werden nach US-Einschätzung dazu benutzt, bestehende Sanktionen zu umgehen.

    Die Strafmaßnahmen zielen darauf ab, den Unternehmen, Einrichtungen und Einzelpersonen den Finanzhahn zuzudrehen. Demnach dürfen US-Bürger keine Geschäfte mit den Betroffenen betreiben. Etwaige Vermögenswerte in den USA werden eingefroren.

    • afp
    • dpa
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    16 Kommentare zu "Straße von Hormus: USA bereiten sich auf Blockade des Iran vor"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Gottesstaat und fanatische Mullahs,Märtyrer persischer Couleur mit Atomwaffen, ein unerträglicher Gedanke für die
      freiheitlich westliche Gesellschaft von Israel ganz abgesehen.
      Da nützt auch der klugscheißerige Opportunismus einiger nichts.
      Punktum

    • @ energieelite

      Völkermord an den Israelis? Das ist ja wohl eine verkehrte Welt!

      Der Iran wird Israel nicht angreifen - alle Welt, sagar die USA, sorgen sich, dass Israel den Iran angreift!

      Welches Land im Nahen Osten ist den hochagressiv, besitzt Atom-Bomben und schert sich nicht um Beschlüsse des UN-Sicherheitsrates.

      Die verantwortlichen israelischen Militärs und Politiker des GAZA-Streifen-Massakers sind laut Goldstone Bericht Kindermörder.

      http://alles-schallundrauch.blogspot.de/2009/01/gaza-ist-das-testgebiet-fr-israelische.html

    • Dieser Text galt ihnen @ bmrshai

    • Wir kennen die Prozesse in Den Haag wo Kriegsverbrecher verurteilt werden sollen , es wird ihnen Völkermord vorgehalten .
      Wenn sie zusehen wie der Völkermord an den Israelis realisiert wird , stehen auch sie in Den Haag vor Gericht,denn sie machen sich mitschuldig !

    • Wir reden hier immer noch von Internationalen Gewässern !!!
      Welches recht wollen sie anwenden , wenn sie die durchfahrt von schiffen welcher Bauart auch immer verhindern wollen ?
      Natürlich dürfen auch Hochgerüstete Kriegsschiffe auf Internationalen Gewässern fahren oder sonst was machen .

    • 1921 beanspruchte die Sowjetunion eine Ausdehnung der Drei-Meilen-Zone auf 12 sm (etwa 22 km). Ihr folgten später andere Staaten, beispielsweise Island und Dänemark (für die Färöer-Inseln) seit 1958 für die Fischereigrenze. Auf den ersten beiden UN-Seerechtskonferenzen in Genf (1958 und 1960) kam es diesbezüglich zu keiner Einigung. Das am 29. April 1958 geschlossene Übereinkommen über das Küstenmeer und die Anschlusszone regelte die Materie, ohne sich auf eine Breite festzulegen, begrenzte allerdings die Anschlusszone auf maximal 12 sm von der Basislinie.
      Seit dem Seerechtsübereinkommen (SRÜ) der UN vom 10. Dezember 1982 haben Küstenstaaten das Recht, ihre Hoheitsgewässer auf bis zu 12 sm auszudehnen, was allerdings weniger ist, als sich heute effektiv beherrschen ließe. Diese Gewässerzonen zwischen der Basislinie bis maximal 12 sm stellen die Küstengewässer dar (vgl. Art. 3 SRÜ) und gehören noch zum Staatsgebiet des jeweiligen Küstenstaates. Die äußere Linie entspricht auch der Seezollgrenze. Die USA haben das SRÜ bisher nicht unterzeichnet.
      Als Folge der Ausweitung der Küstengewässer wurden auch solche Meerengen zu staatlichem Hoheitsgebiet, die für den internationalen Verkehr wichtig sind; daher sehen Art. 37 bis 45 SRÜ eigene Durchfahrts- und Luftpasseregelungen für Meerengen und Archipelgewässer vor. Die Gebietshoheit eines Staates in seinen Küstengewässern ist generell dadurch beschränkt, dass er ausländischen Handelsschiffen und mit gewissen Modifikationen auch Kriegsschiffen die unschädliche Durchfahrt gestatten muss und dass nur auf Grund weniger, eng begrenzter Tatbestände staatliche Zwangsgewalt gegen friedlich passierende ausländische Schiffe geübt werden darf (vgl. Art. 17 bis 31 SRÜ).

    • Sie schreiben ja schon sehr richtig das ES SICH UM INTERNATIONALE Wasserwege handelt ,warum sollte man nicht mit Kriegsschiffen auf Meeren fahren für die keiner hoheitlich verantwortlich ist (die Kriegsschiffe des Iran sind ja auch ungehindert durch den Susezkanal nach Syrien gefahren ) !!!
      Und auch aus diesem Grund hat der Iran nicht das recht einen Internationalen Wasserweg zu sperren , das darf dann auch nach Internationalem Seerecht mit Waffengewalt verhindert werden .

    • ... IM GRUNDE GEHT ES IMMER WIEDER NUR UM ISRAEL ...
      sollen die araber, wer auch immer, israel übernehmen
      israel wird - sagen wir für die nächsten 60 jahre - zum protektorat von z.b. saudi-arabien - oder eines neuen palestinenser-staates (die die letzten 60 jahre von den israelis beschützt wurden)
      und wir werden ruhe haben
      und weil die israelis doch ausgesprochen lieb zu den palestinensern waren - werden es doch die araber auf gleiche weise auch sein ...

    • Der fuer Tanker navigierbare Teil der Straße von Hormus fuehrt ganz klar durch iranisches Hoheitsgewaesser. Die Iraner haben ein Recht darauf diesen Teil zu blockieren.

    • Für mich sieht das eher nach Kriegsvorbereitung seitens der USA aus. Die Straße von Hormus ist für Iran <-> China die einzige Wasserstrasse - der Iran hat überhaupt kein Interesse diese Strasse zu blockieren, er wurde sich und China schaden.

      Jeder Mensch mit Kenntnis über Handelswege und Güterabhängigkeiten weiß das.

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