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Streifzug durch Moskauer Supermarkt Russland isst jetzt eben russisch

Im Sanktionsduell hat Russland zurückgeschlagen und von Sahne bis Obst vieles aus den Regalen verbannt. Von Versorgungsengpass keine Spur. Die Russen vertrauen heimischen Erzeugnissen. Wie lange geht das gut?
08.08.2014 - 13:21 Uhr 12 Kommentare
Noch sind die Regale in den russischen Supermärkten voll mit westlichen Produkten. Doch die Russen vertrauen nach eigenen Aussagen ohnehin lieber auf heimische Erzeugnisse. Das ist ganz im Sinne des Kremls. Quelle: AFP

Noch sind die Regale in den russischen Supermärkten voll mit westlichen Produkten. Doch die Russen vertrauen nach eigenen Aussagen ohnehin lieber auf heimische Erzeugnisse. Das ist ganz im Sinne des Kremls.

(Foto: AFP)

Moskau Zielsicher greift Alexej vor dem Kühlregal der Supermarktkette „Perekrjostok“ in Moskau nach einem russischen Hartkäse. Zwar liegen in den oberen Fächern zahlreiche Sorten von ausländischen Herstellern, vor allem aus Frankreich. Die kosten aber deutlich mehr. Dass es viele Westprodukte wegen der Sanktionen Russlands gegen EU und USA vorerst nicht mehr geben wird, schreckt Alexej nicht. „Wir kaufen andere Waren“, sagt der 27-Jährige.

In Moskauer Supermärkten herrscht am Tag nach Inkrafttreten der vorerst einjährigen russischen Strafmaßnahmen unaufgeregter Alltag. Fleisch, Milch, Sahne, Käse, Obst und Gemüse aus den Staaten, die im Ukraine-Konflikt Sanktionen gegen Russland erlassen haben, werden nun vielfach aus den Regalen verschwinden. Das ist die Antwort von Kremlchef Wladimir Putin auf die Strafmaßnahmen des Westens. Wie ein „Bumerang“ werde dies die Sanktionsstaaten treffen, hatte er gedroht.

Doch viele Menschen im größten Land der Erde fürchten nun einen schmerzhaften Preisanstieg. „Der Westen trifft mit seinen Sanktionen die russischen Oligarchen, während die russischen Sanktionen das eigene Volk treffen“, kritisiert ein Hörer in einer Diskussion des Radiosenders Echo Moskwy. Dass die Regierung Preiswucher verhindert, so wie es Putins Erlass vorsieht, davon sind nur wenige überzeugt.

Die Strategie der Russen ist, Westwaren durch heimische Produkte zu ersetzen. Moskau sieht darin auch die Chance, der als statisch kritisierten Landwirtschaft Beine zu machen.

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    Der Moskauer Analyst Dmitri Polewoj spricht von einer „Schocktherapie“ für Russlands Lebensmittelbranche. „Das Verbot betrifft zehn Prozent des Agrarimports, die jetzt schnell ersetzt werden müssen“, betont er. „Das Verbot kann der Lebensmittelbranche endlich jenen Impuls verleihen, den sie für eine stärkere Entwicklung braucht“, kommentiert die russische Tageszeitung „Wedomosti“.

    West-Produkte sind Luxus-Produkte
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    12 Kommentare zu "Streifzug durch Moskauer Supermarkt: Russland isst jetzt eben russisch"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • die Rentnerin finde ich lustig. Sie erscheint wie jemand, den es in jedem Land, ja sogar in jeder Stadt oder sogar in jedem etwas größeren Dorf gibt. Mit dem eigenen Leben unzufrieden und ewig auf die da Oben schimpfend. Ganz egal wer da Oben ist - sie sind schuld an ihrer Misere. Ja, solche !Omas! gibt es überall :-)

    • Das, was in München als super-Bio-demeter-Qualität für unglaubliches Geld verkauft wird, ist in Russland noch etwas Natürliches und Selbstverständliches. Zum Beispiel, Milch von Kühen, die Hörner haben und im Freien den ganzen Tag grasen.

      Als bitte hören Sie auf über West-Produkte als über etwas Luxushaftes zu reden.

    • (...)

      Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

    • Was natürlich schon zu denken gibt ist wie lange es diesmal dauert einen Flugschreiber auszuwerten.

      Oder warum ein paar landwirtschaftliche Flächen mit Flugzeugtrümmerm plötzlich von der ukrainischen Armee beschossen werden. Direkt nach dem Absturz konnten sich ja noch Reporter frei auf dem Trümmerfeld bewegen. Mit so viel Freizügigkeit durch die Separatisten hätte man anscheinend nicht gerechnet.
      Es scheint der ukrainischen Führung in Kiew sehr daran gelegen dass erst Sanktionen ausgesprochen werden und möglichst lange keine Beweisaufnahme stattfindet.

      Ob sich Putin tatsächlich in die Falle locken läßt und zum Schutz der russischstämmigen Bevölkerung in die Ukraine einmarschiert bezweifle ich.
      Erst dürfte die West-Ukraine mal ihr wahres Gesicht zeigen. Nun kann man über die UN ein Referendum mit Volksabstimmung zur Teilung der Ukraine einleiten. Dann kann der unterentwickelte Westteil mit Kiew an die Subventionstöpfe der EU und der Osten wird zur souveränen sich an Russland anlehnenden Ostukraine. Was mit Jugoslawien funktionierte sollte in der Ukraine auch möglich sein.

      Im großen Bild hat die EU mal wieder völlig versagt. Die Amerikaner haben an den Strippen gezogen und die Marionetten tanzen.

    • @ Maximilian Weißenfeld

      "die Preise liegen oft weit über dem in EU-Ländern üblichen Betrag"
      Sie meinen es ist Putins Schuld wenn sich die Mehrheit der Russen keine überteuerten Westprodukte leisten können?

      Ich denke die nichtverbeamteten Bewohner Berlins bekämen bei dem russischen Preisniveau auch Probleme.

    • Putin kann eh hierbei fast alles machen, aber wehe er schützt nicht seine russischen Landleute in der Ukraine. Das würde ihm kein Russe verzeihen.

      Ich gehe daher weiterhin davon aus, dass der Russe bald in der Ost-Ukraine steht. wahrscheinlich ist gerade ruhe vor dem sturm und plötzlich sehen wir, wie in der Nacht die Kruse nachbörslich wegbrechen.

      Wahrscheinlich ist das dann der Boden und man kann seine aktiensicherungen langsam zurück fahren.

    • Eins vorweg: Ihre Kommentare gehen mir auf die Nerven.

      Trotzdem :

      Wollte die Seite CNN gibt Kiew schuld
      http://ireport.cnn.com/docs/DOC-1156346

      aufrufen.

      Da steht:

      „This iReport is not available
      CNN PRODUCER NOTE The claims in this iReport have not been verified by CNN.
      - rachel8, CNN iReport producer

      This iReport has been removed because it was flagged by the community and found to be in violation of the iReport Community Guidelines and Terms of Use. „

      Wie ist das denn jetzt zu verstehen??!!

      Eine (jedem vernünftigen Menschen einleuchtende!!) hätte in jedem Fall sein müssen!!!

      Zu etwas Stellung zu nehmen bzw. es richtig zu stellen dürfte ja wohl kein Problem sein??!!

    • Die Endlösung für die Palästinenser
      Donnerstag, 7. August 2014 , von Freeman um 10:00

      Aus dem Munde eines israelischen Politikers hören wir was das zionistische Regime wirklich mit den Palästinensern vor hat. Moshe Feiglin (er heisst wirklich so) hat dazu aufgerufen, die israelische Armee soll Gaza erobern, die gesamte palästinensische Bevölkerung aus ihren Häusern vertreiben, ein grosses Lager für die 1,8 Millionen Menschen in der Wüste Sinai errichten, sie dort hin abtransportieren und so lange einsperren "bis ein Zielland für ihre Auswanderung festgelegt wurde."


    • Na, da hat der Schreiberling ja artig aufgepasst auf seinem letzten Propagandalehrgang: Natürlich kommt die angebliche Tatjana erst ganz am Ende seines Artikels, da dies ja bekanntlich am besten hängenbleibt. Artig artig..

    • "Dass Normal- oder Fussvolk kauft in Russland KEINE Westwaren ! Schon lange nicht mehr !"

      Weil sie es sich nicht leisten können - das ist aber ein Armutszeugnis für die Regierungsarbeit Putins, nicht?

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