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Streik-Auswirkungen Treibstoff-Mangel vor Ostern: Portugal ruft den Energienotstand aus

Ein Streik der Tankwagenfahrer sorgt dafür, dass der Treibstoff an Flughäfen und Tankstellen knapp wird. Besonders betroffen ist die Touristenregion Algarve.
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Portugal ruft wegen Treibstoffmangels den Energienotstand aus Quelle: dpa
Flughafen Lissabon

Der Treibstoffmangel macht sich auch am Flughafen der portugiesischen Hauptstadt bemerkbar.

(Foto: dpa)

Madrid Just vor den Osterfeiertagen geht Portugal der Sprit aus. Grund ist ein Streik der Fahrer für Gefahrgut, der am Montag begonnen hat. Sie fordern, dass sie als eigene Berufsgruppe anerkannt werden. Im Laufe des Dienstags ging an zahlreichen Tankstellen im Land der Treibstoff aus. Vor den Tankstellen, die noch Sprit hatten, bildeten sich lange Warteschlangen, die zu Staus in der angrenzenden Gegend führten.

Auch an den Flughäfen von Lissabon und Faro an der beliebten Touristenregion Algarve wurde der Treibstoff knapp. „Auf beiden Flughäfen haben wir kritische Mengen an Treibstoffreserven für die Flugzeugbetankung erreicht“, sagte Wirtschaftsminister Pedro Siza Vieira am Dienstag im Parlament in Lissabon und rief den Energienotstand aus.

Der ermöglicht die Mobilisierung von Militär- und Sicherheitskräften zur Sicherstellung der Treibstoffversorgung. Der Notstand verpflichtet auch die Fahrer von anderen Schwerfahrzeugen, auf behördlichen Wunsch bei der Beförderung von Kraftstoff zu helfen und sie räumt den Notfall- und Sicherheitskräften beim Betanken Vorrang ein.

Siza Vieira räumte am Montag ein, dass es zu Störungen des Flugverkehrs kommen könnte, wenn die Versorgung nicht bald wieder aufgenommen werden. Am Dienstagnachmittag waren nach Angaben von Lokalzeitungen einige von den Behörden begleitete Tankfahrzeuge bereits auf dem Weg zum Flughafen Lissabon.

Die Ausnahmesituation ist entstanden, weil sich alle Gefahrgutfahrer dem Streik angeschlossen haben. In der Nacht zu Mittwoch hat die portugiesische Regierung in Gesprächen mit der Gewerkschaft jedoch erreicht, dass die Fahrer ab diesem Mittwoch immerhin einen Mindestdienst leisten. Der sieht vor, dass die Betankung von Tankstellen im Großraum Lissabon sowie Porto zu 40 Prozent sichergestellt werden muss.

Außerdem muss die Versorgung von Krankenhäusern, Luftwaffenstützpunkten, der Feuerwehr und von Flughäfen zu 100 Prozent sichergestellt werden – genau wie in Zeiten ohne Streik.

Die Gefahrgutfahrer hatten erst vor wenigen Monaten die eigene Gewerkschaft SNMMP gegründet. Nun demonstrieren sie die Macht ihrer neuen Vereinigung. „Es gibt keinen Beruf, der das Land so stoppen kann, wie wir es getan haben“, sagte ein Gewerkschaftsdelegierter der SNMMP in der Nordregion der portugiesischen Zeitung „Expresso“. Dass er damit recht hat, hat die Gewerkschaft bewiesen.

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