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Streiks gegen Arbeitsmarktreform Das letzte Zucken des alten Frankreichs

Die Streiks in Frankreich sind eine Farce. Gefährlich ist vielmehr das stille Heer der ausgeschlossenen Jugendlichen, die sich von den Gewerkschaften so wenig angesprochen fühlen wie von den Parteien. Eine Analyse.
31.03.2016 - 17:39 Uhr
Die Streiks sind nur noch ärgerlich. Quelle: dpa
Studenten protestieren in Nizza

Die Streiks sind nur noch ärgerlich.

(Foto: dpa)

Hoppla, da ist sie ja schon fast vorbei: François Hollandes fünfjährige Amtszeit rast dem Ende entgegen. Zum Abschluss gibt es eine rührende Politkomödie: Der Staatspräsident tut noch einmal so, als würde er das Land von Grund auf reformieren, und Gewerkschaften, Schüler und Studenten verhalten sich, als könnten sie wie in den 70er- oder 90er-Jahren den Strom der Veränderung mit ihren rührend antiquierten Streiks und Transparenten aufhalten.

Der vielleicht beste Kommentar zu dieser Realsatire kam vom Verband der alternativen Taxianbieter wie Uber & Co.: „Wenn die S-Bahn nicht kommt, laden Sie einfach unsere App runter, wir kommen!“ Regierung und Gewerkschaften führen noch einmal ihre Spielchen auf, doch das ändert nichts daran: Frankreich verändert sich ohne sie. Die Streiks sind nur noch ärgerlich, weil sie Verkehrsstaus verursachen, wirklich relevant oder gar gefährlich sind sie nicht mehr.

Thomas Hanke
Der Autor

Thomas Hanke ist Handelsblatt-Korrespondent in Paris.

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